Ganzheitliches Theaterkonzept mit allen Betroffenen erarbeiten

Zur Aktuellen Stunde „M-V braucht seriös finanziertes Theaterkonzept statt Geheimniskrämerei“:

Zweifellos ist das Thema aktuell, zugleich jedoch auch fragwürdig. Denn es setzt voraus, dass es überhaupt ein Theaterkonzept gibt. Das, was die Landesregierung bislang vorgelegt hat, verdient diesen Namen nicht. Die Grundlagen sind Erpressung, Drohungen und Gutachten, die bislang nur Geld gekostet, aber nicht zur Klärung beigetragen haben. Die Lage der Spielstätten ist von Unsicherheit, Zukunftsangst und drohender Insolvenz geprägt.  

Nicht nachvollziehbar ist, dass im Landeshaushalt 2016/2017 kurz vor Toresschluss zwar noch Mittel in erheblicher Höhe für Wahlgeschenke an die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen eingestellt wurden, dringend erforderliche Mittel für die Theater und Orchester gibt es aber nicht. So ist etwa auch Geld da für die Gebeine toter Adeliger in Mirow, aber nicht für den lebendigen Tanz in Neustrelitz.  

Die Linksfraktion fordert den unverzüglichen Stopp der kulturfeindlichen, erpresserischen Theaterpolitik der Landesregierung. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: 

Deshalb schlägt meine Fraktion folgende 5 Punkte vor:  

  • Es muss ein Weg eingeschlagen werden, der alle Betroffenen an den Spielstätten mitnimmt, um gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
  • Grundsätzlich müssen die  notwendigen Fördermittel bereitgestellt werden.
  • Wir müssen Kinder und Jugendliche wieder stärker an das Kulturgut Theater heranführen, deshalb sind Maßnahmen zur Stärkung der kulturellen Bildung, insbesondere der Theaterpädagogik, zu ergreifen.
  • Bis 2025 sind  Kooperations- und Leistungsverträge zwischen dem Land und den theatertragenden Kommunen abzuschließen.
  • Der Schutz der Theater und Orchester muss Teil eines Kulturfördergesetz des Landes werden.

Video zur Rede von Torsten Koplin