„Dat möt drin sien.“
Der Nord-Osten ist schön. Jährlich zieht es Hunderttausende hinauf an die Seenplatte und die Ostsee. Wenn demnächst die Tourismus-Saison beginnt, ist auch die Arbeit derer wieder gefragt, die hier leben. In der Regel ist diese Arbeit befristet und dazu schlecht bezahlt. Keine Chance für junge Menschen, ihr Leben langfristig zu planen, keine Chance für Ältere, sich eine gute Rente zu erarbeiten.
DIE LINKE sieht den Widerspruch zwischen den Reden der Kanzlerin, die stetig wiederholt, wie toll alles bei uns ist, und der Realität für Millionen Menschen. Es läuft etwas falsch, wenn sich in einem so reichen Land wie unserem viele Menschen nur von Job zu Job hangeln, wenn Hartz-IV-Beziehende unter Sanktionen leiden, die willkürlich sind und wenn Mieten und Energiekosten so steigen, dass Wohnen Luxus wird. Wenn Kranke und Ältere darunter leiden, dass Gesundheit und Pflege sich in der Fläche nicht mehr lohnen, weil hier kein Geld zu machen ist – dann schwinden Sicherheiten, mehren sich Sorgen und Ängste. Dann ist nichts mehr gut, dann muss es besser werden.
Die gesellschaftliche Balance ist aus den Fugen geraten: sehr Wenige vermehren ihren Reichtum trotz Krise immer weiter, während die Mehrheit zunehmend unter den oben beschrieben Verhältnissen leidet. Das schwächt den Zusammenhalt in der Gesellschaft, das schwächt den sozialen Frieden.
Deshalb hat DIE LINKE am 1. Mai die Mitmach-Kampagne „Das muss drin sein.“ gestartet. Weil die Mehrheit in diesem Land mehr verdient hat – ein Leben mit Zukunftssicherheit, ein Leben ohne Gängelung, ein Leben ohne Sorgen und Angst. Wir wollen Arbeit so verteilen, dass alle davon etwa haben, ohne Stress und Überstunden für die einen und ohne Minijobs und Leiharbeit für andere. Wir wollen, dass Wohnung und Energie wieder bezahlbar sind. Wir wollen gute Pflege und ein gutes Gesundheitswesen, bei dem Bedürftige und Beschäftigte gewinnen. Und wir wollen eine Grundsicherung, die allen ohne Einschränkungen die Teilhabe am Leben ermöglicht.
Kurz: Selbstverständliches muss wieder selbstverständlich werden – dat möt drin sien!
Matthias Höhn
Bundesgeschäftsführer
Aktionswoche:
Vom 8. bis 14. Juni findet eine Aktionswoche zur Kampagne statt.
In Mecklenburg-Vorpommern, wollen wir das Pendeln vieler Beschäftigten zur Arbeit in anderen Bundesländern thematisieren. Was muss sich in Mecklenburg-Vorpommern ändern, damit Tausende in ihrem Heimatland nicht nur wohnen, sondern zukünftig auch wieder arbeiten? Gute Arbeit. Gute Löhne. Gutes Leben. Das muss drin sein!
In der Aktionswoche werden wir an großen Bahnhöfen im ganzen Land Pendlertüten verteilen und mit den Pendlern reden, dass es anders geht und welche Alternativen wir sehen. Die Pendler, die per Auto unterwegs sind, wollen wir zumindest optisch auf das Problem aufmerksam machen …
Zu unserer Kampagnenseite:http://www.originalsozial.de/politik/kampagne_das_muss_drin_sein/kampagne_start/
Zur Bundeskampagnenseite: http://www.die-linke.de/kampagne/aktuell/
