
Dietmar Bartsch und Jacqueline Bernhardt besuchen Unternehmen
Bei seinem letzten Besuch im Wahlkreis vor der Sommerpause besuchteder designierte Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten, Jacqueline Bernhardt, zwei Betriebe in der Region Lübtheen. Die Rudolf Dankwardt GmbH in Jessenitz-Werk und die Impreglon Engineering GmbH in Jessenitz, beide wichtige Zulieferer für große international agierende deutsche Unternehmen unterschiedlicher Branchen aber mit ähnlichen Problemen. Die Rudolf Dankwardt GmbH füllt für einen großen Kosmetikhersteller Cremes, Flüssigkeiten und Sprays ab und stellt diese z.T. auch selbst her. Geschäftsführer Thomas-Michael Willig informierte die beiden Politiker auch über das Fachkräfteproblem. Es werden hier vor allem Chemiefacharbeiter benötigt, die es in Mecklenburg-Vorpommern nicht in ausreichender Anzahl gibt. „Eigene Lehrlinge auszubilden funktioniert meist auch nicht richtig, weil die Auszubildenden nur ungern nach Lübtheen kommen und außerdem in der Region keine entsprechende Berufsschule finden.“ umreißt Thomas Willig die Situation. Sogar Gedanken, den Betrieb zu erweitern, würde man aus diesen Gründen immer wieder verschieben. Ähnlich sieht das Christoff Schubert, Betriebsleiter der Impreglon Engineering GmbH in Jessenitz. Die Firma stellt eine breite Palette von Sonderanfertigungen für Gabelstapler und andere Maschinenbaukomponenten her. Der Betrieb sucht händeringend Facharbeiter aus dem Metallbereich, die die hohen Qualitätsanforderungen der Auftraggeber erfüllen können. „Einen recht großen Teil unserer Mitarbeiter bekommen wir mittlerweile über Leiharbeitsfirmen aus Osteuropa und kaum noch aus der Region.“ erklärte Christoff Schubert. Beiden Gesprächspartnern erläuterte Dietmar Bartsch wirtschafts- und steuerpolitische Standpunkte der LINKEN. So ist eine wesentliche Forderung die Zurückdrängung und Verhinderung prekärer Arbeitsverhältnisse wie Befristungen und Leiharbeit. Verbesserungen im Bildungsbereich, also auch im Berufsbildungsbereich sind nur durch mehr und gut ausgebildetes Personal, also mehr Geld zu erreichen. Dafür sei die LINKE im Gegensatz zur Bundesregierung für die Einführung einer Vermögenssteuer für Reiche. Am Ende der Gespräche stellte Dietmar Bartsch dennoch erstaunt fest, dass es gut sei, solide mittelständische Unternehmen auch in unserer strukturschwachen Region zu haben. Sie würden eine große Anzahl von Arbeitsplätzen bereitstellen, die es den Menschen ermögliche, zu Hause zu arbeiten und zu leben und nicht in den Westen pendeln zu müssen.
