Organspende: Vertrauen braucht Solidarität, Transparenz und Kontrolle
„Die Bereitschaft zur Organspende kann vieles gebrauchen, nur keine Skandale. Aber leider braucht es offensichtlich solche Skandale bis die Bundesregierung reagiert. DIE LINKE hat die jüngsten Änderungen des Transplantationsgesetzes als einzige Fraktion abgelehnt, weil wir mehr Transparenz und mehr staatliche Kontrolle fordern. Es zeigt sich, dass dies richtig war. Ich hoffe, dass es nun genug politischen Willen gibt, das Transplantationsgesetz nachzubessern.“ Das stellt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag zum derzeitigen Skandal bei der Zuweisung von Spenderorganen fest.
„Die Bereitschaft zur Organspende erfordert das Vertrauen der
Spenderinnen und Spender darin, dass ihre Organe denjenigen zu Gute
kommen, die sie am dringendsten benötigen. Mit den Organen dürfen
selbstverständlich keine Geschäfte gemacht werden. Daher muss der
gesamte Ablauf der Organspende transparent sein. Dies gilt sowohl für
die Kriterien der Warteliste als auch für den nationalen sowie
internationalen Prozess der Umsetzung der Transplantation.
Intransparente, private Organisationen, wie die DSO, sind in diesem
Prozess nicht förderlich.
Dieser Skandal ist auch eine Folge davon, dass Gesundheit mehr und
mehr zur Ware wird. Wenn die Qualität der Versorgung und die
Solidarität im Gesundheitssystem mehr und mehr für Geschäfte und
Finanzoptimierungen in den Hintergrund rücken, wundert es nicht,
wenn Geld zunehmend die Motive der Beteiligten bestimmt.“
