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Energiewende – dezentral – demokratisch – sozial

Die Energiewende ist beschlossene Sache in Deutschland. DIE LINKE hat dafür viele Jahre gekämpft. Dass sie jetzt umgesetzt wird, ist deshalb auch unser Erfolg. Zuletzt hat die Katastrophe in Fukushima der Welt auf schreckliche Weise vor Augen geführt, dass die Risiken der Atomenergie nicht beherrschbar sind, ganz abgesehen vom ungelösten Müllproblem.   Energiegewinnung aus Stein- oder Braunkohle oder Erdgas bzw.-öl schädigt das Klima ungeheuer. Die Auswirkungen treffen heute vor allem die Länder Afrikas und Asiens, sind aber auch bei uns schon spürbar. Für uns gab es deshalb nie Zweifel daran, dass wir uns von den fossilen und atomaren Energieträgern verabschieden müssen.
Aber Energiewende bedeutet nicht nur die 100-prozentige Versorgung aus erneuerbaren Quellen. Wir wollten einen Umbau der Energiewirtschaft -weg von der zentralistischen Struktur durch Großkraftwerke, die fast ausschließlich dem Kartell der vier großen Oligopole RWE, EnBW, Eon und Vattenfall gehören. Wir wollten zur dezentralen Erzeugung mit vielen unterschiedlichen Eigentümern. Von Beginn an war uns klar, dass die Energiewende die Akzeptanz der Bevölkerung braucht. Dafür haben wir drei Faktoren für wichtig gehalten – und daran hat sich bis heute nichts geändert: Erstens dürfen Strom und Wärme nicht zum Luxusgut werden. Deshalb müssen Maßnahmen ergriffen werden, die die Bezahlbarkeit sichern. DIE LINKE hat dafür zahlreiche Vorschläge gemacht. Zweitens müssen die Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden bei der Planung von Windparks, Solarparks, Biogasanlagen usw.. Und das nicht erst, wenn alles schon in Papier und Tüten ist. Drittens müssen die Menschen vor Ort etwas von der Energiewende haben. „Die Menschen, die die Anlagen ertragen müssen, sollen auch den Ertrag haben“, sagt der Bürgermeister von Bollewik, Bertold Meyer. Dörfer und Gemeinden  brauchen   Spielräume, um ihrer finanziellen Misere zu entgehen und wieder handlungsfähig zu werden. Die Nutzung erneuerbarer Energien kann dafür eine große Chance sein.
So weit die Theorie! Die Praxis sieht anders aus. Jetzt kommt die Energiewende vor die Haustür und der Widerstand insbesondere gegen die Windenergie ist groß. Die Menschen erleben nicht, dass sie etwas davon haben. Die soziale Seite der Energiewende ist faktisch nicht bzw. kaum vorhanden. Dass es auch anders geht, zeigen einige Gemeinden in MV.  Lasst uns darüber reden, am 30. Mai in Richtenberg!

Info-Veranstaltung am 30.05.2015 in 18461 Richtenberg, Kulturhaus, Wasserstraße 32, Beginn: 11 Uhr

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