Bundesfamilienministerin Schwesig in der Pflicht
Nahezu alle Experten bekannten sich bei der gestrigen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag zur Einführung bundeseinheitlicher Standards für gute Betreuungsqualität in den Kitas. Unter anderem die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, Arbeiterwohlfahrt und Caritas begrüßten den Antrag der Linksfraktion, der ein Kitaqualitätsgesetz mit Mindeststandards für die öffentliche Kindertagesbetreuung fordert.
Die Mitglieder der Linksfraktion im Deutschen Bundestag aus Mecklenburg-Vorpommern, Heidrun Bluhm, Kerstin Kassner und Dietmar Bartsch erklären hierzu:
„Gerade Mecklenburg-Vorpommern ist dringend auf eine Verbesserung der Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten angewiesen. Die Landesregierung vernachlässigt seit Jahren die Personalausstattung in den Kitas. Durchschnittlich 14,9 Kinder kommen auf eine/n Erzieher/-in den Kindergartengruppen unseres Landes. Das sind fünf Kinder mehr als im Bundesdurchschnitt.“
Der Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag fordert neben einer verbesserten Fachkraft-Kind-Relation, eine Ganztagesbetreuung für alle Kinder, unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern sowie Qualitätskriterien für die Essensversorgung in den Kitas.
Neben dem Land sehen die Mitglieder der Landesgruppe M-V der LINKEN aber auch eine Verantwortung des Bundes. „Allein ist das Land nicht in der Lage alle Qualitätsverbesserungen zu finanzieren. Wir sehen Bundesfamilienministerin Schwesig in der Pflicht eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten der Kinderbetreuung durchzusetzen. Ergebnis muss nicht nur ein deutlich verbesserter Betreuungsschlüssel sein, sondern auch eine indirekte Entlastung der Kommunen sowie der Verzicht auf Elternbeiträge.“
