
Öffentliche Aktion gegen Wohnungsnot am Brandenburger Tor
Politikerrunde auf dem Podium der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
Heidrun Bluhm:
Jetzt rächt sich das jahrzehntelange Wegducken der Bundespolitik vor zentralen wohnungspolitischen Fragen bitter. Der permanente Verweis auf die Zuständigkeit der Länder löst keines der drängenden Probleme in der Wohnungsversorgung. Weder für die Menschen mit geringen Einkommen, die ihre Miete kaum noch zahlen können. Schon gar nicht für die Wohnungslosen, deren wachsende Zahl die Bundespolitik nicht einmal zur Kenntnis nehmen will. Und es hilft natürlich auch nicht bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in menschenwürdigen, winterfesten Quartieren.
Der Bund muss hier politische Verantwortung übernehmen und die zusätzlichen Kosten vollständig tragen. Die Wohnungsnot in Deutschland darf nicht noch größer werden. Menschen, die wenig besitzen, dürfen nicht auch noch gegen die ausgespielt werden, die alles – auch ihre Heimat – verloren haben.
