PEGIDA weiter entschieden entgegentreten
Der kürzlich erschienene Migrationsbericht 2013 zeigt, dass auch Mecklenburg-Vorpommern von der gestiegenen Zuwanderung profitiert hat. So konnte unser Land in jenem Jahr gut 5.500 zusätzliche Personen aus dem Ausland begrüßen. Dies sind rund 1.500 mehr als noch 2012. Dennoch bleibt M-V eines der Bundesländer mit den niedrigsten Zuzugszahlen, der Ausländeranteil liegt bei 2,2 Prozent.
Die Landesvorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Heidrun Bluhm erklärt hierzu: „Auch angesichts sinkender Teilnehmerzahlen an den PEGIDA-Demonstrationen ist die weitere Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus notwendig. Rechtsextreme und ihre Trittbrettfahrer, nutzen die steigenden Zuzugszahlen, um ihre rassistische Agenda zu verbreiten. Statt an den Haaren herbei gezogene Ängste vor ‚Überfremdung‘ zu schüren, ist jedoch bessere Integration gefragt.“
Es gibt in Mecklenburg-Vorpommern viele Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Initiativen für eine Willkommenskultur sorgen. Mit den zahlreichen Netzwerken für Demokratie und Toleranz, die in den Kommunen gebildet wurden oder der engagierten Arbeit des Flüchtlingsrates M-V wird zusätzlicher Deutschunterricht, Hilfe beim Gang zu den Behörden oder dem Arzt, die Übergabe von Fahrrädern oder Kleidung möglich gemacht.
„Mein Dank gilt den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die die Flüchtlinge nach den teils traumatischen Erlebnissen bei der Bewältigung des hiesigen Alltags unterstützen. Genauso wichtig ist ihr Einsatz, durch Bürgerforen oder Kundgebungen Vorurteile auf Seiten der deutschen Bevölkerung abzubauen. Es ist abzusehen, dass auch 2015 verstärkt Menschen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern Schutz oder ein Auskommen suchen werden. Sie müssen die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Bei gelungener Integration kann dies gerade in einem Land mit abnehmenden Einwohnerzahlen auch ökonomisch eine Chance sein. Auch deshalb dürfen wir uns der Zuwanderung nicht verschließen, so Bluhm.
