
Besuch der Werftengruppe Nordic Yards auf der Stralsunder Volkswerft
Die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Kerstin Kassner und Helmut Holter, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag M-V, informierten sich beim Geschäftsführer der Nordic Yards, Jürgen Wollny, über die neue Unternehmensstruktur nach der Integration der Volkswerft. Begleitet wurden sie vom Mitglied des Kreistages, Wolfgang Meyer.
Das besondere Interesse der Abgeordneten galt dabei der Schaffung von sicheren Arbeitsplätzen für die Schiffbauer in der Region und welche Chancen die Stralsunder Volkswerft zukünftig am Markt hat. Die Werftengruppe Nordic Yards hat sich u.a. auf den Bau von Umspannplattformen und Spezialschiffen für Offshore–Windenergieanlagen spezialisiert. „Die Stralsunder Volkswerft hat hervorragende Voraussetzungen und passt gut in unser Unternehmenskonzept. Der Markt für Spezialschiffe ist vorhanden und die Volkswerft hat hier einen großen Vorsprung den wir nutzen wollen“, so Geschäftsführer Wollny.
Ein Auftrag steht ganz oben auf der Wunschliste des Geschäftsführers. „Wir möchten gern den Forschungseisbrecher Polarstern II in Mecklenburg-Vorpommern bauen. Wir zahlen den Schiffbauern Tariflöhne der IG Metall.“ Der Bau der Polarstern II ist weltweit vom Bund mit einem Volumen von 450 Mio. Euro ausgeschrieben. Die Polarstern II soll die kostenintensive Polarstern, die an 320 Tagen im Jahr zwischen den Polen pendelt, ablösen.
Kerstin Kassner konnte sich im Gespräch davon überzeugen, dass die Verantwortlichen dort sehr solide und zielgerichtet an der Zukunft und dem Fortbestand des Werftenstandortes Stralsund arbeiten.
„Die Volkswerft Stralsund ist für die Region Vorpommern Rügen das Herzstück für die wirtschaftliche Entwicklung, deshalb haben wir die Gesprächsmöglichkeit genutzt um uns auch beim Beiratsratsvorsitzenden Jürgen Kräplin umfassend zu informieren. Unsere Aufgabe ist es jetzt, sowohl die Bundes- wie auch die Landespolitik hier in die Pflicht zu nehmen, das Nordic Yards Unternehmen auf seinem Weg zu unterstützen und dafür verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen“, so die Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner.
Jürgen Kräplin zeigte sich ebenfalls optimistisch. „Mit drei starken Frauen aus unserem Wahlkreis im Bundestag hat die Politik doch gute Voraussetzungen uns auf unserem neuen Weg zu unterstützen.“
