Courage-Preis 2015 für Karen Larisch aus Güstrow

Die Linksfraktion hat in Güstrow den diesjährigen Courage-Preis verliehen. Der Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist, wurde bereits zum fünften Mal vergeben. Die Fraktion würdigt damit Einzelpersonen, Initiativen oder Projekte, die sich mutig und ehrenamtlich in besonderer Weise gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Diskriminierung engagieren. In diesem Jahr geht der Courage-Preis an Karen Larisch aus Güstrow. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter, gratuliert im Namen der gesamten Fraktion ganz herzlich.   

„Karen Larisch steht seit Jahren in Güstrow und der ganzen Region für ein humanes, weltoffenes und tolerantes Mecklenburg- Vorpommern. Sie sagt denjenigen, die versuchen, Fremdenhass und Intoleranz zu verbreiten, laut, dass sie in diesem Land nicht die Meinungshoheit haben. Sie engagiert sich in vorbildlicher Art und Weise, damit alte und neue Nazis mit ihrer menschenverachtenden Ideologie von der Straße, aus den Parlamenten und vor allem aus den Köpfen verschwinden. 

Frau Larisch kümmert sich nicht nur um die Menschen, die vor Krieg, Hunger, Unterdrückung oder politischer Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen müssen. Sie hilft auch all denen, die lange erwerbslos sind, jenen, die arm sind, jenen, die in den vergangenen Jahren zunehmend an den gesellschaftlichen Rand gedrängt wurden. Sie hilft, wo sie nur helfen kann: Kindern, Jugendlichen und Familien, die mit vielen Sorgen und Problemen zu kämpfen haben. 

Die Preisträgerin engagiert sich in einer Region, in der seit Jahren der rechtsextreme Feldversuch läuft, den ländlichen Raum zu erobern. Diesen Umtrieben stellt sich Karen Larisch entschlossen entgegen und leistet in und um Güstrow Aufklärungs- und Unterstützungsarbeit. Sie hat sich damit in der rechtsextremistischen Szene Feinde gemacht. Seit Jahren versuchen NPD-Kader und Mitglieder von Kameradschaften nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie einzuschüchtern. Sie bedrohen sie und scheuen dabei vor Straftaten nicht zurück. Aber die Vorkämpferin für Mitgefühl, Toleranz und Mitmenschlichkeit lässt sich nicht einschüchtern oder mundtot machen. 

Unbeirrbar hält sie fest an ihrem Einsatz für Menschen, die von rassistischer Gewalt oder Bedrohung betroffenen sind. Sie ist ein Vorbild.“ 

Broschüre zum Courage-Preis mit allen Nominierten