
Kaffee für Berufspendler an der A24
Tag für Tag müssen zwölf Prozent der Beschäftigten im Land über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns pendeln, um einer einträglichen Arbeit nachgehen zu können. Zwischenstation für viele im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist der Pendlerparkplatz in Bandenitz an der A 24. Und sie staunten heute im Morgengrauen nicht schlecht, als sie von der LINKEN mit einem heißen Kaffee, einem kleinen Frühstück, einem Flyer und netten Gesprächen empfangen wurden.
Dabei wurde schnell deutlich, dass viele Firmen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern ihre Aufträge im Großraum Hamburg umsetzen, weil in Mecklenburg-Vorpommern die Nachfrage zu niedrig ist.
Viele der Frühaufstehenden betonten, sie würden lieber in Mecklenburg-Vorpommern bleiben, schließlich haben sie hier ihre Familie und Freunde. Trotzdem nehmen die Pendlerinnen und Pendler Fahrten von mehreren Stunden pro Tag in Kauf, da sie ihrem Beruf nicht nur mit Freude nachgehen wollen, sondern auch ausreichend verdienen müssen. Zwei Probleme benannten sie ganz genau: sowohl in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt einen Job zu finden, als auch die gravierenden Lohnunterschiede zwischen den Bundesländern. Selbst in den westlichen Bundesländern, so berichteten die Pendlerinnen und Pendler, verdienten sie teilweise immer noch weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Region. Und der Mehrverdienst wird zusätzlich noch durch die höheren Benzinkosten reduziert.
Für uns ist klar: es muss sich etwas tun! Es müssen endlich gleiche Löhne für gleiche Arbeit, in Ost und West gezahlt werden. Viele Jahre haben wir für einen gesetzlichen Mindestlohn gekämpft. 8,50 € sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch um auch im Alter nicht in Armut leben zu müssen, ist ein Minimum von 10 € pro Stunde notwendig!
Es muss Schluss sein mit Befristungen, unfreiwilliger Teilzeit und Leiharbeit, von denen Mann und Frau nicht leben können. Mecklenburg-Vorpommern braucht mehr Arbeitsplätze, die Sicherheit, Aufstiegsmöglichkeiten, eine tarifliche Bezahlung und ein gutes Betriebsklima bieten. Weniger Pendeln heißt auch einen Zuwachs an Lebensqualität und mehr Zeit für Familie, Freunde und die schönen Dinge im Leben zu haben.
Denn: Gute Arbeit, gute Löhne, gutes Leben: Das muss drin sein.


