Jugendhilfeausschuss beschließt Förderprinzipien für das Jahr 2013

Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat sich auf seiner Sitzung am 15. November in Friedland einstimmig dafür ausgesprochen, in den zwischen Land und Kreis abzuschließenden Kommunalvertrag statt der von der Verwaltung geplanten 5,11€ pro Kopf der 10- bis 26-jährigen Kinder und Jugendlichen 9 Euro als kreislichen Anteil einzustellen. Das Land bleibt bei seiner Förderhöhe von 5,11 Euro. Auf Grund der  zurückgehenden Anzahl der 10- bis 26-Jährigen von 40.900 auf 38.600 verringert sich die Landesförderung. Ein Umstand, der von den Ausschussmitgliedern als nicht mehr tragbar kritisiert wurde.

Durch die Beschlussfassung des Jugendhilfeausschusses, welcher noch durch den Kreistag bestätigt werden muss, sind die auf Grund der demographischen Entwicklungen zu verzeichnenden Mindereinnahmen und -ausgaben weniger dramatisch. Auf Dauer kann der Landkreis diese Entwicklung jedoch nicht allein kompensieren. Auch hat sich der Jugendhilfeausschuss einstimmig gegen die geplante Absenkung des kreislichen Anteils bei der Förderung der Jugendsozialarbeit von 252.800 Euro in 2012 auf 150.100 Euro in 2013 ausgesprochen. Haushaltskonsolidierung, so waren sich die Ausschussmitglieder einig, darf nicht zu Lasten der Kinder- und Jugendarbeit gehen. Spart man bei der präventiven Arbeit, sind Erhöhungen bei pflichtigen Hilfen zu Erziehung logische Folgen. Dies war auch schon auf der Sitzung am 15. November zu spüren, da der Jugendhilfeausschuss auf Grund gestiegener Fallzahlen Mehrausgaben von 1 Mio. Euro für Hilfen zur Erziehung beschließen musste.