Krankenhausstandorte auch in Grevesmühlen und Wismar erhalten!

DIE LINKE hat Vertrauen in Lippenbekenntnisse der CDU zu anstehenden Reformen verloren.
Hintergrund ist eine Studie der HGC GesundheitsConsult GmbH für die Enquetekommission des Landtages sowie der Gesetzentwurf des CDU-Gesundheitsministers Hermann Gröhe – der so genannten Krankenhausreform. Nach Gröhes Reformplänen droht kleinen Krankenhäusern die Schließung von Abteilungen. Folgen könnte die Degradierung zu Regionalkliniken oder gar ambulanten Gemeinde-Gesundheitszentren sein.
Befürchtungen „degradiert“ zu werden, gibt es auch in den Kliniken in Grevesmühlen und Wismar. Am Personalmangel in betroffenen Krankenhäusern und massiver Unterfinanzierung würde auch diese „Reform“ nichts ändern. Anstatt eine flächendeckende, bedarfsgerechte und humane Versorgung von Kranken auch auf dem Land sicherzustellen, wird die stationäre Versorgung zukünftig noch stärker der Gewinnmaximierung untergeordnet. Gesundheit ist keine Ware sondern wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge auch in Nordwestmecklenburg!
Björn Griese dazu : „Wenn dann Gröhes Parteifreund Bernd Schubert (CDU MdL) erklärt, dass die medizinische Versorgung sich nicht allein an wirtschaftlichen Zwängen orientieren darf und für die CDU-Fraktion fest stehe, dass nicht nur in den Oberzentren die Grund- und Regelversorgung sichergestellt bleiben müsse, dann ist das mehr als scheinheilig! Ich habe den Eindruck, wie bei anderen Reformen auch, lokaler Widerstand ist geduldet – vorausgesetzt die Mehrheit für die Reförmchen in Landtag oder Bundestag steht. So erleben wir es bei der Gerichtsstrukturreform, so war es bei der Kreisgebietsreform und so wird es auch bei dieser Krankenhausreform sein. Die Worte (des CDU Abgeordneten) höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube …“
Wir stehen als LINKE hinter unseren regionalen Krankenhäusern in Grevesmühlen und Wismar und kämpfen für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung in guter Qualität. Wir werden alles tun, um die öffentliche Daseinsvorsorge auch in unserer Region für alle Menschen sicherzustellen.