LINKE Theaterpolitiker für Theater in der Fläche

Kommunalpolitikerinnen und -politiker der LINKEN aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte fordern, das von ihrer Landtagsfraktion im Frühjahr eingebrachte Konzept in die Diskussion einzubeziehen und ernsthaft die Vorschläge zur Erschließung neuer Finanzierungsquellen zu prüfen. In der Zukunft muss den Theatern mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, um die anspruchsvollen Aufgaben zu erfüllen. Das Billiglohnland M-V hat bereits in vielen anderen Bereichen zu einem enormen Schaden geführt. Die Auswirkungen „billigen“ Theaters werden unser Land weiter in´s Abseits stellen.

In einer ersten Beratung zu den vom Kultusministerium Schwerin vorgelegten „Modellen zur Weiterentwicklung der Theater- und Orchesterstrukturen in M-V“ betonten die anwesenden Kommunalpolitikerinnen und -politiker von Gemeinde- und Stadtfraktionen und der Kreistagsfraktion des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte der LINKEN, dass jeder Theaterstandort zu erhalten ist.

Die von der Managementberatung aufgezeigten Modelle folgen lediglich einem kommerziellen Anspruch. Öffentlich geförderte Theater haben aber zuerst einen kultur- und bildungspolitischen Auftrag zu erfüllen. Dieser wird in den ausgewiesenen Zukunftsmodellen negiert, mehr noch, die so genannten Leuchtturmmodelle stehen im Widerspruch zu einer durch das Land zu fördernden kulturellen Grundversorgung und kulturellen Bildung für alle Bürger in M-V.

Die knapp 1.400 Beschäftigten der Theater und Orchester in M-V schaffen durch ihre Arbeit ein unschätzbares Fundament von kultureller Identität und kreativem Handeln. Sie gestalten weit über die Vorstellungen auf den Bühnen hinaus gesellschaftliches Leben in ihren Orten. Darauf kann M-V nicht verzichten! Und Tourneetruppen können das nicht leisten.

Die Kommunalpolitikerinnen und -politiker der LINKEN fordern, das von ihrer Landtagsfraktion im Frühjahr eingebrachte Konzept in die Diskussion einzubeziehen und ernsthaft die Vorschläge zur Erschließung neuer Finanzierungsquellen zu prüfen. In der Zukunft muss den Theatern mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, um die anspruchsvollen Aufgaben zu erfüllen. Das Billiglohnland M-V hat bereits in vielen anderen Bereichen zu einem enormen Schaden geführt. Die Auswirkungen „billigen“ Theaters werden unser Land weiter in´s Abseits stellen.

  • Mit den vorgelegten Varianten sind viele Fragen nicht geklärt und die angedeuteten Verfahren zur Entscheidungsfindung unklar:
  • Wer wird die derzeitige finanzielle Unterdeckung der Theater ausgleichen?
  • Wer trägt ggf. aufzubringende Kosten für Fusionen, Ausgründungen, Abfindungen u.s.w.?
  • Auf welcher Ebene, mit welchen Beteiligten finden die vom Ministerium angekündigten Regionalberatungen statt?
  • Wie sollen sich alle Theater tragenden Kommunen zu einer Variante verständigen?

Die Volksinitiative zur Erhaltung der Theater und Orchester hat gezeigt, dass im ganzen Land  Theater und Orchester gewünscht sind. Dies nimmt DIE LINKE als Auftrag für die kommenden Diskussionen.