Frauenquote – Hamburg macht Druck
Der Hamburger Senat will am kommenden Freitag einen Gesetzentwurf in den Bundesrat einbringen: Es geht um die Frauenquote für deutsche Unternehmen. Ziel ist die stufenweise Einführung einer 40-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte aller börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Firmen. Steffen Bockhahn sieht Chancen für den Entwurf im Bundesrat:
„Die Landesregierung M-V sollte der Initiative unbedingt zustimmen. Ministerpräsident Sellering hatte bereits vor geraumer Zeit einen frauenpolitischen Paukenschlag angekündigt. Doch bei der Besetzung von Ämtern war nicht mal ein Trommelwirbel zu hören. Jetzt könnte er mit einer Zustimmung zu dieser Initiative zeigen, wie ernst er es meint. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass viele Unternehmen Druck brauchen, damit Frauen reelle Chancen auf Führungspositionen erhalten. Auch die von Kanzlerin Merkel unterstützte Flexiquote führt zu nichts. Gleichstellungspolitik muss ehrlich, konsequent und auf Augenhöhe gestaltet werden. Dazu gehören verbindliche Quoten.“
