Sozialministerin Schwesig soll ungewollt kinderlosen Paaren helfen
Im gestrigen Tagesspiegel forderte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) von der Bundesfamilienministerin Schröder, ein Konzept zur Förderung von ungewollt kinderlosen Paaren vorzulegen. Steffen Bockhahn ist Mitglied des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag und ist dort zuständig für den Etat des Bundesfamilienministeriums.
„Ministerin Schwesig ist schlecht informiert. Derzeit arbeitet das Bundesministerium an einem Konzept, um Paare mit unerfülltem Kinderwunsch besser zu unterstützen. Zu dieser Förderrichtlinie gehören auch finanzielle Hilfen, Beratungsleistungen und eine Verbesserung von Adoptionsbedingungen. Beispielsweise sollen Bund und Land kinderlose Paare finanziell unterstützen, wenn sie sich für den Weg reproduktionsmedizinischer Maßnahmen entscheiden. Der Eigenanteil der Paare würde deutlich gemindert.
Außerdem ist im Zuge der Haushaltsverhandlungen entschieden worden, zukünftig 10 Millionen Euro für die Unterstützung von ungewollt kinderlosen Paaren zur Verfügung zu stellen.
Statt nur zu wettern, sollte Ministerin Schwesig besser dem Angebot des Bundesministeriums folgen und Gespräche aufnehmen. Wenn die Länder selbst Unterstützungsleistungen anbieten, wird der Bund Kosten erstatten. Dafür stehen Mittel bereit. Allerdings müssen sich die Landesregierungen bewegen und Beschlüsse fassen. Ministerin Schwesig sollte sich an den Bund wenden und über den Abschluss einer entsprechenden Fördervereinbarung reden. Das wäre zielführend und würde ungewollt kinderlosen Paaren wirklich helfen.“
