Sportminister Caffier muss Fragen beantworten!
Die Rostocker Ruderin Nadja Drygalla hat heute vorzeitig das Olympische Dorf verlassen. Grund dafür sind die neuerlichen Meldungen darüber, dass sie mit einem bekannten Rechtsextremisten liiert ist und Kontakte in die Szene pflegt. Dazu erklärt Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern und Bundestagsabgeordneter aus Rostock:
„Dieser Fall wirft viele Fragen auf. Innenminister Lorenz Caffier ist auch Sportminister und wusste davon. Nachdem diese Vorwürfe bereits im Frühjahr 2011 bekannt wurden, verließ Drygalla die Landespolizei und deren Sportfördergruppe. Verzichtete Caffier tatsächlich darauf, diese Informationen an den DOSB und den DRV weiterzuleiten? Das wäre nicht entschuldbar und würde einen altbekannten Umgang des Vertuschens beim Thema Rechtsextremismus erneut deutlich machen.
Hat der Minister allerdings seine Informationen weitergegeben, ist das Verhalten der deutschen Sportfunktionäre unfassbar. Natürlich müssten solche Informationen Konsequenzen nach sich ziehen, denn nur empört zu sein, das wäre schlechtes Schauspiel.
Wieder zeigt sich die wichtige Aufgabe, Rechtextremisten in Vereinen nicht die Möglichkeiten zu geben, sich als die freundlichen Jungs und Mädels von nebenan zu präsentieren. Hier sind Aufklärung und klare Worte nötig, vom Breitensport bis zum Spitzensport. Daher wird sich der Sportminister Caffier auch über die Bedingungen für Spitzensportförderung außerhalb der Landespolizei noch einmal Gedanken machen müssen.“
