Ungewollt kinderlosen Paaren endlich helfen
Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages entscheidet heute über die Freigabe von 7 Millionen Euro zur Unterstützung von kinderlosen Paaren bei einer künstlichen Befruchtung.
Die Bundesregierung plant sich mit 12,5 Prozent an den Kosten für die ersten drei Versuche zu beteiligen. Bedingung dafür ist, dass die Länder, in denen die Paare leben, den gleichen Betrag zusteuern. Weitere 50 Prozent müssen die Kassen finanzieren, der Anteil der Paare liegt bei 25 Prozent. Beim vierten Versuch sollen die Paare selbst die Hälfte der Kosten tragen, Bund und Länder jeweils 25 Prozent. Die Kassen finanzieren lediglich drei Versuche. Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Vorsitzende und Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern lehnt dieses Angebot bisher ab. Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied im Haushaltsauschuss des Bundestages kritisiert die Haltung der Sozialministerin:
„Frau Schwesig macht Politik auf dem Rücken ungewollt kinderloser Paare. Der Vorschlag der Bundesregierung ist absolut nicht ausreichend. Kassen und Bund sind deutlich stärker gefordert als jetzt vorgesehen. Doch dieser Antrag ist ein Schritt in die richtige Richtung, deswegen geht DIE LINKE ihn mit. Den Eltern Unterstützung zu versagen, nur um sich zu profilieren, ist verantwortungslos. Ungewollt kinderlose Paare leiden oft enorm darunter, dass ihnen das Glück eigener Kinder nicht gegeben ist. Da sollte parteipolitisches Hickhack mal zurück stehen. Sollte Frau Schwesig für eine Verbesserung der nun zu beschließenden Regelung kämpfen wollen, kann sie sich meiner Unterstützung jederzeit sicher sein.“
