Den Rassismus mit allen Kräften bekämpfen

Das Mitglied des Landesvorstandes der Partei DIE LINKE. M-V, Hikmat Al-Sabty (MdL), fordert eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle und erklärt:
In den letzten Tagen wurden MigrantInnen in Rostock und Schwerin aus rassistischen Gründen ausgegrenzt, diskriminiert, beleidigt und sogar tätlich angegriffen. In einigen Clubs und Kneipen sind Schwarzafrikaner unerwünscht und werden mit Argumenten wie „nur für Studenten“ oder „Privatparty“ abgewiesen. Türsteher einiger Diskos gehen rabiat gegen Ausländer vor.
Die Mitarbeiter des Rostocker Asylwohnheims in der Satowerstraße berichten, dass Bewohner mit erheblichen Verletzungen nach Hause kommen. Aus Scham erstatten nur wenige von ihnen Anzeige gegen die Angreifer. Die Ostseezeitung vom 17./18.08.13berichtete entsprechend.
Ende Juli 2013 wurde auf einen Iraker und seine Familie in Velgast in ihrer Wohnung geschossen. Eine Kugel ging durch die Wohnungstür und landete im Flur. Die Täter schrieen: „Heute lebst du nicht mehr, wir machen dich kalt“. Die Polizei erschien sehr spät und ließ die Täter nach wenigen Stunden laufen.
Zivilgesellschaft und Politik sind hier gefragt, die Diskriminierung von MigrantInnen zu bekämpfen. Eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben in Mecklenburg-Vorpommern muss gewährleistet werden.
Die Forderung der Initiativen, Verbände und des Migrantenrats der Stadt Rostock eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle zu schaffen, ist nach den jüngsten Ereignissen mehr denn je berechtigt.
Der Landesvorstand unserer Partei verurteilt in aller Schärfe den alltäglichen Rassismus und verlangt Verfolgung und Bestrafung der Täter. Wir dulden keine Verharmlosung von Beleidigungen und rassistischen Straftaten an MigrantInnen.