
Eine friedliche Welt muss möglich sein! Eine friedliche Welt ist möglich! – Aber nur bei Beherzigung der Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg
Gemeinsame Erklärung des Landesvorstandes und der Landesarbeitsgemeinschaft „Frieden und internationale Sicherheit“:
Vor 70 Jahren musste Nazi-Deutschland vor den in einem antifaschistischen Bündnis vereinten Alliierten kapitulieren. Dem Bewusstsein der heute in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger sollte unvergesslich bleiben, dass der Terror- und Aggressorstaat, der 55 Millionen Tote, 35 Millionen Versehrte und 20 Millionen Waisen zu verantworten hatte, von einer überwiegenden Mehrheit unserer Großelterngeneration getragen oder zumindest widerstandslos toleriert worden war. Dem Morden im Eroberungskrieg gegen andere Völker und innerhalb Hitler-Deutschlands haben sich die politisch unterschiedlichsten Großmächte und Kräfte der Widerstandsbewegungen in einem opferreichen Kampf entgegengestellt, der zu guter Letzt im Mai 1945 mit dem Sieg über den deutschen Faschismus endete.
Gemeinsame Erklärung des Landesvorstandes und der Landesarbeitsgemeinschaft „Frieden und internationale Sicherheit“
Vor 70 Jahren musste Nazi-Deutschland vor den in einem antifaschistischen Bündnis vereinten Alliierten kapitulieren. Dem Bewusstsein der heute in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger sollte unvergesslich bleiben, dass der Terror- und Aggressorstaat, der 55 Millionen Tote, 35 Millionen Versehrte und 20 Millionen Waisen zu verantworten hatte, von einer überwiegenden Mehrheit unserer Großelterngeneration getragen oder zumindest widerstandslos toleriert worden war. Dem Morden im Eroberungskrieg gegen andere Völker und innerhalb Hitler-Deutschlands haben sich die politisch unterschiedlichsten Großmächte und Kräfte der Widerstandsbewegungen in einem opferreichen Kampf entgegengestellt, der zu guter Letzt im Mai 1945 mit dem Sieg über den deutschen Faschismus endete. Bedauerliche und bittere Übergriffe nicht nur einzelner vom Kriegsgeschehen brutalisierter Soldaten gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung – insbesondere gegenüber Frauen – und dies keineswegs etwa nur von Sowjetsoldaten, sondern ebenso auch von Soldaten der westlichen Alliierten, sollten nicht mit Schweigen übergangen werden. Allerdings können und dürfen die Verursacher dieses grausamen Krieges und das opferreiche Elend, das er über die Völker gebracht hat, nicht ausgeblendet werden. Daher war und bleibt die Kapitulation des faschistischen Deutschlands am 8. Mai 1945 im verpflichtenden Gedenken ein Tag der Befreiung.
Ein neuer Kalter Krieg zwischen Russland und dem Westen hat sich bereits zusammengebraut. Die Interessenkollision zwischen ihnen in und um die Ukraine kann nur auf dem Wege der Vernunft und von Verhandlungen gelöst werden. Gegen das denkbar gewordene Abgleiten in einen neuen großen Krieg sollte sich sichtbar für unsere Regierenden jeder Bürger der Bundesrepublik mit konsequenter und sichtbarer Ablehnung wenden, indem er folgende Forderungen unterstützt:
Krieg darf nicht länger Mittel der Politik sein!
Die militärischen Denklogiken im Umgang mit Konflikten müssen der Vergangenheit angehören.
Frieden durch kollektive und gegenseitige Sicherheit, Abrüstung und strukturelle Nichtangriffsfähigkeit.
Frieden durch eine solidarische Politik der Überwindung von Armut, Unterentwicklung und Umweltzerstörung.
Frieden in einer Welt ohne Massenvernichtungswaffen, ohne Rüstungsproduktion und Rüstungsexport.
Vernunft ist das Einzige, was zählt!
Rostock, im April 2015
Aufruf zur Teilnahme an der Friedensdemonstration am 8. Mai in Demmin:
DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern ruft zudem dazu auf, am 8. Mai 2015 die Aktivitäten des Bündnisses „Demmin bleibt bunt!“ zu unterstützen. Auch in diesem Jahr setzen Demokratinnen und Demokraten damit in Demmin ein deutliches Zeichen gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten und deren Geschichtsklitterung. DIE LINKE wird im Anschluss an das Friedensfest ab 17 Uhr eine Mahnwache in der Clara-Zetkin-Straße (Höhe Luisentor) abhalten und mit zahlreichen Mitgliedern ab 17.30 Uhr an der Friedensdemonstration vom Marktplatz bis zum Barlachplatz, mit mehreren Stationen für Kundgebungen, teilnehmen. An der Kundgebung am Barlachplatz wird Helmut Holter, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag, sprechen. Die Landesvorsitzende, Heidrun Bluhm, wird ebenfalls an der Friedensdemonstration und der im Anschluss weitergeführten Mahnwache am Luisentor teilnehmen.
