Frei leben ohne Gewalt – Opferschutz als Pflichtaufgabe

„Opferschutz muss eine Pflichtaufgabe in Mecklenburg-Vorpommern sein und darf nicht länger als Zugeständnis wahrgenommen werden“, so Wenke Brüdgam-Pick, gleichstellungspolitische Sprecherin des Landesvorstandes der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern.
„Das Hinauszögern der Fortschreibung des Landesaktionsplanes zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und der Hilfestrukturen. Die Landesregierung ruht sich darauf aus, dass sie sich dieses Themas in dieser Legislaturperiode annehmen will. Allerdings schiebt sie das drängende Problem immer weiter auf die lange Bank.
Dabei ist Hilfe in diesem Land noch immer nicht für alle Betroffenen zugänglich. Barrierefreiheit ist nicht gewährleistet und auch der Umgang mit Betroffenen mit Migrationshintergrund erweist sich häufig als sehr kompliziert. Gewalt im Alter nimmt zu, davon betroffene Frauen, aber auch Männer werden oft, zu oft nicht wahrgenommen.
Auf der gestrigen Kundgebung in Schwerin nun verlauten zu lassen, dass Opferschutz zwar eine Aufgabe für alle ist, jedoch nicht zur Pflichtaufgabe gemacht werden kann, lässt viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer empört zurück. DIE LINKE fordert eine bessere personelle Ausstattung in den Schutz- und Hilfeeinrichtungen, eine qualifizierte pädagogische und psychologische Betreuung der minderjährigen Schutzsuchenden in den Einrichtungen durch Fachkräfte und einen ungehinderten, einfachen und barrierefreien Zugang zu Schutz- und Hilfeeinrichtungen. Wir unterstützen die Online-Petition des Landesfrauenrates; es bleiben noch gut 40 Tage Zeit zu unterschreiben. Politisch sollte diese Petition endlich ernst genommen werden.“