Gut gemeint aber schlecht gemacht – Elternbriefe lösen nicht die Probleme bei der Umsetzung der Vollverpflegung
Der Landesvorstand der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern befasste sich mit den anhaltenden Unsicherheiten bei der Umsetzung der Vollverpflegung in den Kindertagesstätten des Landes. Dazu erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt (MdL):
„Die Einführung der Vollverpflegung zum 01.01.2015 war ein richtiger Schritt, damit jedes Kind in einer Kindertageseinrichtung ein gesundes, vollwertiges Essen bekommt. Allerdings bestehen seit langem Unsicherheiten bei der Umsetzung der Vollverpflegung. Eltern fühlen sich übergangen und wurden zu spät informiert. Bis zum heutigen Zeitpunkt bestehen Fragen, was Verpflegungskosten im Einzelnen sind, welche Kosten abgerechnet werden können und warum Eltern nicht an der Umsetzung der Vollverpflegung beteiligt werden.
Die Landesregierung hat sich zu spät dieser Fragen angekommen und viele Fragen bis heute offen gelassen. Auch die aktuell von der Landesregierung versandten Elternbriefe tragen nicht dazu bei, diese Fragen zu klären. Sie sind nichtssagend und nehmen die Probleme der Eltern nicht auf. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht sich durch eine Handreichung die Fragen anzunehmen und so dazu beizutragen, dass jedes Kind in einer Kindertageseinrichtung ein gesundes, vollwertiges Essen erhält. Ein Abschieben der Verantwortung für die teilweise chaotische Umsetzung der Vollverpflegung auf Träger oder Kommunen ist verantwortungslos.“
