Integration ist große Chance – Mecklenburg-Vorpommern braucht Investitionsprogramm
Der Landesvorstand DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern dankt allen Menschen, die sich gegenwärtig um eine menschenwürdige Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern kümmern.
Der migrationspolitische Sprecher, Hikmat Al-Sabty: „Den so genannten Bund-Länder-Asyl-Kompromiss beurteilen wir kritisch, da mit der Einschränkung des Asylrechts Fehler der 1990´er Jahre wiederholt werden und zudem die vereinbarten Gelder vom Bund bei weitem nicht ausreichen. Das Recht auf Asyl darf nicht angetastet werden! Angefangen bei der menschenwürdigen Unterbringung, über Sprachvermittlung bis zur langfristigen Integration sind umfangreiche Aufgaben zu bewältigen, die nicht dauerhaft über das Ehrenamt abgefangen werden können. Wir begreifen die Integration nicht nur unter dem Eindruck der Überalterung der Gesellschaft, des Fachkräftemangels und des Wohnungsleerstandes in Mecklenburg-Vorpommern als große Chance für unser Land, die es zu nutzen gilt.“
Die Landesvorsitzende Heidrun Bluhm ergänzt: „DIE LINKE fordert umgehend ein Investitionsprogramm des Landes, welches bessere Bedingungen u.a. in der Kinderbetreuung, Schule, der Wohnraumsituation oder dem ÖPNV für alle Menschen in unserem Land schafft – ganz egal, ob sie schon immer hier leben oder gerade zu uns kommen. Nur mit entsprechenden Rahmenbedingungen kann Sprachvermittlung und letztendlich Integration gelingen.“
Wir brauchen eine gerechte Sozialpolitik und ein Willkommensklima, um diese große Aufgabe meistern zu können. Langfristig müssen die Ursachen von Flucht bekämpft werden. Dazu gehört ein weltweites Verbot des Waffenhandels. Waffen schaffen keinen Frieden, Waffen töten.
Denen, die Ängste in der Bevölkerung bewusst schüren und die fremdenfeindliche Hetze und öffentliche Provokationen organisieren wird DIE LINKE mit ihrem politischen Wirken auf allen Ebenen, dem Engagement ihrer Mitglieder in demokratischen Netzwerken und Bündnissen in der Öffentlichkeit, bei Diskussionen, Demonstrationen und in Parlamenten entgegen treten.
DIE LINKE ruft daher auf, am 17. Oktober ab 13 Uhr an der Kundgebung in Rostock, Neuer Markt, für eine offene und tolerante Gesellschaft zu demonstrieren. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern werben wir für eine Willkommenskultur und Solidarität.
