Mittelschichtstudie belegt verfehlte Politik

Die Bertelsmannstiftung, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und die Universität Bremen haben heute vorab die Ergebnisse einer Studie über die Entwicklung der sogenannten Mittelschicht veröffentlicht.
„Aus Sicht der LINKEN sind die Ergebnisse der Studie ein weiterer Beleg einer verfehlten Politik auf Bundes- und Landesebene. Die bereits veröffentlichen Daten weisen darauf hin, dass die Vermögensmittelschicht immer weiter schrumpft und die Gesellschaft in arm und reich auseinanderdriftet.“, erklärte der stellv. Landesvorsitzende der LINKEN in M-V, Torsten Koplin.

Die Bertelsmannstiftung, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und die Universität Bremen haben heute vorab die Ergebnisse einer Studie über die Entwicklung der sogenannten Mittelschicht veröffentlicht.
„Aus Sicht der LINKEN sind die Ergebnisse der Studie ein weiterer Beleg einer verfehlten Politik auf Bundes- und Landesebene. Die bereits veröffentlichen Daten weisen darauf hin, dass die Vermögensmittelschicht immer weiter schrumpft und die Gesellschaft in arm und reich auseinanderdriftet.“, erklärte der stellv. Landesvorsitzende der LINKEN in M-V, Torsten Koplin.

Als Mittelschicht werden entsprechend besagter Studie diejenigen bezeichnet, die 70 bis 150% des durchschnittlichen Einkommens erzielen. „Die Studie macht deutlich, dass der Anteil derjenigen, die der sozialen Mittelschicht zugerechnet werden, deutlich abnimmt. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft es diejenigen, die ein Monatsbruttoeinkommen zwischen 1.845 Euro und 3.956 Euro erhalten. Allein in Ostdeutschland sank deren Anteil seit 1998 um 3% auf 36% an der Gesamtbevölkerung. Bemerkenswert ist die Feststellung der Studie, dass diejenigen, die über untere Einkommen verfügen, mittlerweile so gut wie keine Chance mehr auf eine Verbesserung ihrer sozialen Lage haben. Zurecht verweist der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung jedoch darauf, dass eine Aufwärtsmobilität, also die Möglichkeit die soziale Situation zu verbessern, eine Grundvoraussetzung für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist.“ so Koplin mit Hinweis auf die Veröffentlichung.

„Die Bundesregierung und die Landesregierung in M-V haben jedoch die bedrohlichen Folgen sozialer Fliehkräfte nicht erkannt. Während Erstere sich in einem unverbindlichen Gerede von Lohnuntergrenzen ergeht, meint Letztere mit einem Festschreiben von 8,50 Euro im Vergabegesetz das Notwendige und Machbare getan zu haben. Erforderlich ist jedoch ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in wirklich auskömmlicher Höhe von mindestens 10 Euro. Wer gerade hierzulande meint, mit Blick auf die Regierungskonstellation wäre nicht mehr möglich, gibt doch nur zu Protokoll, dass politische Machtfragen höher gewertet werden als soziale Erfordernisse. Denn hier, wie andernorts gilt: Es gibt immer Alternativen.“, so Torsten Koplin