Die Mecklenburgische Südbahn darf nicht zerschlagen werden!
Elke-Annette Schmidt, stellv. Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Kreistag MSE
Unsere Landesregierung führt oft das Wort von der Steigerung der Attraktivität der ländlichen Räume im Munde. Es werden sinnvoller Weise Förderprogramme aufgelegt und das Thema Mobilität steht dabei ganz oben auf der Agenda. Denn sie ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen in ländlichen Regionen ihr Leben organisieren und die Vorteile dieser Räume nutzen können.
Vor diesem Hintergrund ist die Zerschlagung der Südbahn das absolut falsche Signal. Mit wieviel Ignoranz Proteste der Bürgerinnen und Bürger, Argumente von Unternehmen und Beschlüsse kommunalpolitischer Vertretungen durch das Verkehrsministerium abgebügelt werden, ist schon ein Skandal. Die Südbahn ist für die anliegenden Städte und Gemeinden ein unverzichtbarer Standortfaktor, nicht zuletzt für die Tourismusentwicklung. Für die Menschen ist sie eine wichtige Verbindung, um in zentrale Orte als Zentren der Gesundheits- und Nahversorgung zu gelangen.
Anstatt Bus- und Bahnverkehre integriert zu denken, Busse als Zubringer zu vorhandenen Schienennetzen zu verstehen und damit auch die Auslastung der Züge zu erhöhen, will das Land mit der Zerstückelung der Verbindung zwischen Neustrelitz und Hagenow das gänzliche Aus der Bahnstrecke einläuten. Und das unter der Überschrift. „Lasst es uns doch einfach mal ausprobieren…und die Aufregung wird sich dann schon legen.“ Mit letzterem ist wohl nicht zu rechnen.
Stärken wir alle die Bürgerinitiative Pro Schiene Hagenow-Neustrelitz und lassen wir den Protest nicht enden. Vom Verwaltungsgericht erhoffe ich eine mutige Entscheidung, damit Festlegungen der Regionalen Planungsverbände Bestand haben und verlässliche Planungsgrundlagen bilden.
