Aufrüstung ist kein Wirtschaftsmodell für Mecklenburg-Vorpommern

Zur aktuellen Berichterstattung des NDR, wonach die rot-rote Landesregierung im Bereich der Wirtschaft auf Rüstung setzt, erklärt der Landesvorsitzende der Linken in MV, Hennis Herbst:

„Das Wirtschaftsministerium irrt, wenn es die Zukunft der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern vor allem in der Rüstungsindustrie sucht. Im Strategiepapier „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030“ hat sich die Landesregierung gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und weiteren Akteur*innen auf eine langfristige Industriestrategie verständigt. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Erneuerbaren Energien, die maritime Wirtschaft sowie die Gesundheits- und Ernährungswirtschaft.

Bezeichnenderweise taucht das Wort „Rüstung“ in dem Papier überhaupt nicht auf. Auch wenn sich die geopolitischen Rahmenbedingungen seit der Verabschiedung der Strategie verändert haben mögen, wäre es falsch, die gemeinsam erarbeiteten Leitlinien nun aufzugeben. 

Eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns lässt sich nicht auf Aufrüstung gründen. Rüstungsproduktion allein schafft weder eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur noch trägt sie zu einer friedensorientierten Entwicklung bei. Wer Wohlstand, Innovation und Beschäftigung langfristig sichern will, muss weiterhin auf die Stärken des Landes setzen: erneuerbare Energien, Gesundheit, Ernährung und zivile maritime Wirtschaft.“