Richtigstellung: Karen Larisch fordert NICHT zur Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten auf!

Anlässlich der Berichterstattung der Ostsee-Zeitung, Karen Larisch habe gefordert, der AfD den Landtagspräsidenten zu überlassen, erklärt Karen Larisch, Kreisvorsitzende der Linken im Landkreis Rostock:

„Die Berichterstattung der Ostsee-Zeitung ist in diesem Punkt falsch. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt dafür ausgesprochen, der AfD das Landtagspräsidium zu überlassen.
Was ich tatsächlich gesagt habe, war: Es ist üblich, dass die stärkste Fraktion den Landtagspräsidenten stellt. Ich gehe davon aus, dass die AfD für dieses Amt kandidieren wird. Wenn sie nicht gewählt wird, wird sie sich vermutlich erneut in die Opferrolle begeben und behaupten, dass ihr dieses Amt zustehe. Daher gehe ich davon aus, dass die AfD auf einen eigenen Kandidaten besteht. Ich habe außerdem die Befürchtung geäußert, andere Fraktionen könnten hier einknicken.
Das ist eine Einschätzung darüber, wie sich die AfD voraussichtlich verhalten wird – und keine Forderung, der AfD das Landtagspräsidium zu überlassen.

Ich habe mich mein ganzes politisches Leben gegen Rechtsradikalismus eingesetzt und wurde aufgrund meiner klaren antifaschistischen Haltung mehrfach von Neonazis angegriffen. Die AfD stellt aus meiner Sicht eine Gefahr für unsere demokratischen Institutionen dar. Ihr das Landtagspräsidium zu überlassen, hielte ich deshalb für falsch und gefährlich.
Ich kann mir nicht erklären, wie aus meinen Aussagen die Behauptung entstehen konnte, ich hätte gefordert, der AfD den Landtagspräsidenten zu überlassen. Gegen diese Falschdarstellung werde ich vorgehen und eine Gegendarstellung einfordern.“

Luis Kröplin, Co-Vorsitzender der Linken im Landkreis Rostock, ergänzt:

„Ich habe Karen Larisch immer als eine der engagiertesten und glaubwürdigsten Kämpferinnen gegen Faschismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit erlebt, die ich kenne. Ihre gesamte politische Biografie ist geprägt von ihrem Einsatz für die Schwächsten unserer Gesellschaft.
Für diesen Einsatz wurde sie mehrfach von Rechtsradikalen angegriffen – bis hin zu einem Buttersäureanschlag auf ihre Wohnung. Vor diesem Hintergrund ist es völlig abwegig zu behaupten, Karen Larisch würde zur Wahl von AfD-Politikern in ein politisches Amt aufrufen.
Karen ist eine überzeugte Antifaschistin. Sie hat meine uneingeschränkte Solidarität.“