Obdachlosenunterkunft an der Hochbrücke – Fraktion DIE LINKE sieht die Übergangslösung als guten Kompromiss für alle !
Die Fraktionsvorsitzende Christa Hagemann dazu: „Der bei vielen Bürgerinnen und Bürgern entstandene Eindruck, dass unsere Obdachlosen ihre bisherige Unterkunft in der Haffburg räumen müssen, weil die Plätze für Asylbewerber gebraucht würden, ist so nicht richtig. Richtig ist vielmehr, dass die Stadt Wismar im Zuge der Kreisgebietsreform die Haffburg an den Kreis gegen entsprechende Zahlungen übergeben hat. Die bis dahin notwendigen Plätze für Asylbewerber, die die Stadt vorhalten musste, sind mit der Kreisgebietsreform Aufgabe des Kreises Nordwestmecklenburg geworden. Die Frage der Unterbringung von Obdachlosen bleibt aber weiterhin eine kommunale Aufgabe und somit in der Hand der Stadt Wismar.“
Roland Kargel, stv. Fraktionsvorsitzender : „Der bei manchen Bürgern entstandene Eindruck, dass hier die Ärmsten der Armen gegeneinander ausgespielt werden sollten, entspricht nicht den Vereinbarungen der Kreisgebietsreform. Der anstehende notwendige „Umzug“ der Obdachlosenunterkunft war vorhersehbar und planbar. Die Fraktion DIE LINKE ist mit der jetzt gefundenen Lösung einer vorübergehenden Unterbringung der Obdachlosen in Containern auch nicht glücklich, bittet aber um Verständnis dafür, dass nun eine Lösung gefunden werden musste. Mit den zwei erfolgten Ausschreibungen konnte kein geeignetes Gebäude gefunden werden. Angesichts der Haushaltssituation war eine kostspielige Sanierung in der Turmstraße nicht machbar. Wir werden als LINKE der jetzt gefundenen Übergangslösung zustimmen, weil die Obdachlosen in unserer Stadt eine menschenwürdige Unterkunft und eine gesicherte soziale Betreuung benötigen. Wir hoffen darauf, dass für den geplanten Neubau in ca. 2 Jahren ein geeigneteres Grundstück gefunden werden kann.
Die jetzt mit Hilfe der WoBau und dem Verein Das Boot gefundene Übergangslösung ist nach Abwägung der möglichen Alternativen die aus unserer Sicht sinnvollste Antwort und findet die Zustimmung unserer Fraktion.“
