Parkplatz für neue Kreisverwaltung – Landrätin in der Pflicht!
Kritik an den Kosten bleibt bestehen – aber konstruktive Lösung ist machbar
Die Kosten des neuen Kreisverwaltungsstandortes bleiben für DIE LINKE im Kreistag auch weiterhin ein Kritikpunkt. Mehrfach hat die Fraktion auf die merkwürdigen, teils widersprüchlichen Aussagen der Landrätin zu den Kosten des geplanten Parkplatzes in Wismar hingewiesen. Die nun veranschlagten Kosten bleiben nicht im vollmundig angekündigten Rahmen von 500.000 Euro. Trotz dieser grundsätzlichen Kritik möchte DIE LINKE sich für eine Variante einsetzen, die am Ende auch zu einer langfristig tragfähigen Lösung führt.
Dazu der Fraktionsvorsitzende Björn Griese: „Die Landrätin wurde vom Kreistag aufgefordert ein Konzept zum Parkplatz vorzulegen. Das ist leider bisher nicht geschehen. Es liegen zwar verschiedene Varianten des Ausbaus vor, aber ein Betreiberkonzept ist nicht zu erkennen.
Aus unserer Sicht ist die scheinbar billigste Variante keine echte Lösung – hierbei werden mitten im Parkplatz 12 Stellflächen ausgelassen. Die Zahl der geplanten Parkplätze (97) reicht bei weitem nicht für alle Mitarbeiter plus Besucher.
Die zweite Variante beinhaltet zwar diese 12 Stellplätze und kommt damit auf insgesamt 109 Stellflächen für 180 Mitarbeiter zzgl. Besucher. Sie trifft aber keine Aussage zur Frage der Bewirtschaftung hinsichtlich zu erwartender Einnahmen von möglichen „Fremdparkern“.
Die dritte Variante wäre die mit den meisten (187) Stellplätzen, schweigt aber ebenfalls zur Frage der Bewirtschaftung.
Wir fordern ein Konzept, das diesen Namen auch verdient und eine Planung beinhaltet hinsichtlich möglicher Einnahmen und der Bewirtschaftung. Es macht aus unserer Sicht wenig Sinn, auch den Parkplatz in Grevesmühlen in die Überlegungen mit einzubeziehen ohne einmal mit der Stadtverwaltung zu reden. Auch die Frage, ob Mitarbeiter kostenfrei ebenso wie Besucher der Kreisverwaltung parken können und ob die dann verbleibenden Plätze durch andere Nutzer kostenpflichtig genutzt werden, konnten ist bisher nicht beantwortet. Wir werden aus diesem Grund beantragen den Antrag erneut in die Ausschüsse zu geben und warten auf ein echtes Konzept der Landrätin.
Der Vorschlag der Landrätin bei einem möglicherweise später doch festzustellenden Bedarf noch einmal neu auszubauen, passt zu ihrer bisherigen Salamitaktik in dieser Frage. Außerdem wäre das eine sehr unwirtschaftliche Variante, denn jeder weiß, dass Baumaßnahmen dann noch deutlich teurer werden. Von „Sparvorschlag“ kann schon lange keine Rede mehr sein.“
