Politik ohne Kompass in dichtem Nebel zerstört die Werften – LINKE kritisiert Handelssanktionen gegen Russland
Der Kreisvorstand DIE LINKE Nordwestmecklenburg kritisiert angesichts der angekündigten Entlassungen bei den Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund erneut das bestehende Russlandembargo der Bundesregierung.
Der Kreisvorsitzende Horst Krumpen dazu: „Angesichts der jetzt von Nordic Yards in Aussicht gestellten Entlassungen wird klar, wer am Ende aller politischen Entscheidungen die Rechnung zahlt. Die angekündigten Entlassungen sind, auch bei einem Arbeitsmarkt, der Fachkräfte sucht, für die betroffenen ArbeitnehmerInnen und deren Familien ein schwerer Schlag in ihre Lebensplanung. Von den betroffenen Zulieferbetrieben kennen wir derzeit noch keine Aussagen, aber ohne Arbeitsplatzabbau wird es sicher auch dort nicht gehen. Von der Landesregierung erwarten wir ein klares Bekenntnis zur maritimen Wirtschaft und zu den Werften.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Gründe für die Handelssanktionen mit Russland auf den Prüfstand zu stellen und die einseitige Wahrnehmung der Ukraine-Krise und deren Ursachen neu zu überdenken. Wer Russland als alleinige Ursache der Ukraine-Krise benennt, schließt die Augen vor den vielfältigen Ursachen dieser Krise und am Ende die Werfttore.“
