Strenz, Monstadt und Junge lehnen zügige Rentenangleichung ab – LINKE. NWM fordert: Gleiche Rente für gleiche Lebensleistung in Ost und West!

Mit Unverständnis hat der Kreisvorstand DIE LINKE. Nordwestmecklenburg auf das Abstimmungsverhalten der hiesigen Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD zur Rentenangleichung reagiert. Bei der namentlichen Abstimmung im Bundestag in der letzten Sitzung vor der Sommerpause zum Antrag der Linksfraktion „Angleichung der Renten in Ostdeutschland an das Westniveau sofort auf den Weg bringen“, votierten die direkt gewählten CDU-Abgeordneten Karin Strenz (WK13) und Dietrich Monstadt (WK12) sowie der SPD-Abgeordnete aus Wismar, Frank Junge, mit Nein.
„Auch ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung bleiben die Menschen aus den neuen Bundesländern – und somit auch aus Nordwestmecklenburg – Deutsche zweiter Klasse. Im Arbeitsleben verdienen sie größtenteils deutlich weniger und im Ruhestand bekommen sie weniger Rente. Noch immer beträgt die Standardrente für die gleiche Lebensleistung im Osten 100 Euro weniger als im Westen. Das ist ungerecht und ein unhaltbarer Zustand.“ erklärt Roland Kargel, stellvertretender Kreisvorsitzender.
„Immer wieder propagiert die SPD in Mecklenburg-Vorpommern, dass sie für eine rasche Angleichung der Ostrenten stünde. Doch das sind nur leere Worthülsen, angesichts der Ablehnung des Antrags der LINKEN, der eine stufenweise Angleichung des Rentenwerts Ost an den aktuellen Rentenwert (West) bis 2017 vorsieht. Herr Junge (SPD) soll diese Schizophrenie bitte den Nordwestmecklenburgern erklären, die heute für wenig Geld viel arbeiten oder mit einer kleine Rente auskommen müssen, obwohl sie ein Leben lang hart gearbeitet haben!“ meint Kreisvorstandsmitglied Björn Griese.
CDU und SPD wollen laut Koalitionsvertrag eine Teilangleichung prüfen, was nicht vor 2020 zu einer gleichwertigen Rente führen würde. Auch der immer noch nicht existierende Mindestlohn von 8,50 Euro wird die Angleichung nur bedingt voranbringen. Weil die Anpassung maßgeblich von der Lohnentwicklung abhängig ist, hätte ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro – wie DIE LINKE ihn seit langem fordert – ein wichtiger Motor sein können. Daher braucht es auch weiterhin die Höherwertung der Löhne im Osten bei der Rentenberechnung.
„Die Abgeordneten im Bundestag hatten erneut die Chance diese, Ungerechtigkeit endlich zu beenden. CDU, CSU und SPD haben gegen den Antrag der LINKEN gestimmt, die Grünen haben sich mehrheitlich enthalten. Das ist unverantwortlich gegenüber den Menschen im Osten. DIE LINKE wird jedoch weiter für gleiche Rente für gleiche Lebensleistung in Ost und West kämpfen.“ machen Kargel und Griese klar.