Wismarer Ostermarsch: Signal für Frieden in der Welt

Der 6. Ostermarsch in Wismar stand unter dem Motto: „Keine deutsche Beteiligung am Syrienkonflikt! – Keine Waffenlieferungen an die Konfliktparteien! – Für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ohne Restriktionen!“
Die Demonstration ging vom Weidendamm über die Altstadt zum Marktplatz. Michael Erich Deppe, der Hauptorganisator der Friedensdemonstration, stellte in seiner Begrüßungsrede auf dem Marktplatz die Entschlossenheit aller Friedensaktivisten heraus, keine Art von Krieg, weder direkt noch indirekt, zu unterstützen. Er betonte, dass Krieg ein Verbrechen an der Menschheit darstellt und die Arbeit an der Beseitigung aller Kriegsursachen immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Er sagte: „Nach Artikel 26 des Grundgesetzes sind Angriffskriege verfassungswidrig und strafbar. Krieg ist grundsätzlich nur zur Verteidigung zulässig. Wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen, aber nicht für den Krieg, sondern für den Frieden. Wir müssen Menschen integrieren, nicht erschlagen. Wir fordern den Stopp der Bundeswehreinsätze, die totale Abrüstung, keine deutschen Waffenexporte und Schulen mit Friedensaktivisten statt mit Militärexperten im Unterricht.“
Als weiterer Redner machte der Kreisvorsitzende der LINKEN von Nordwestmecklenburg, Horst Krumpen, auf den direkten Zusammenhang von Krieg, Rüstungsexport und Massenflucht aufmerksam. Er sagte: “Gegenwärtig sind ca. 60 Mio. Menschen auf dieser Erde auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. Der deutsche Waffenexport ist nach den USA, Russland und China an die 4. Stelle auf dieser Welt gerückt. Immer mehr Waffen gehen mit ausdrücklicher Genehmigung der CDU/CSU/SPD–Bundesregierung in die Krisengebiete des Nahen und Mittleren Ostens. Zwischenzeitlich sind viele deutsche Waffen auch in den Händen des IS gelandet. Das Sturmgewehr von Heckler und Koch G3 ist hinter der Kalaschnikow auf Platz 2 in dieser Welt zu finden.“
Im Weiteren stellte Horst Krumpen heraus, dass der Antrag der Linksdraktion im Deutschen Bundestag vom 02.12.2015 gegen die Kriegsbeteiligung in Syrien und gegen Waffenexporte in diese Region von der CDU/ CSU und der SPD abgelehnt wurden. Offensichtlich ist das Ziel der Ursachenbekämpfung der Flüchtlingsströme, die die Bundesregierung immer wie eine Monstranz vor sich her trägt, nicht ernst gemeint. Daraus leitet sich dann wohl auch die wiederholte Abwesenheit der Politiker aller anderen Parteien der Bürgerschaft wie u.a. der CDU, SPD, Grünen und FDP ab. Leider.

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