Linksfraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte spricht sich ausdrücklich für eine dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden aus
Verschiedenste Gründe, u.a. die stetige Zunahme der Krisengebiete in allen Regionen der Welt, führen nach Jahren einer rückläufigen Entwicklung gegenwärtig wieder zur Zunahme von in der Bundesrepublik asylsuchenden Menschen. Diese müssen untergebracht werden. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist verpflichtet Asylbewerberinnen und Asylbewerber aufzunehmen.
Der Kreistagsabgeordnete der Linksfraktion Peter Ritter begrüßt deshalb ausdrücklich das Vorgehen der Verwaltung, Asylsuchende möglichst dezentral in Wohnungen in Gemeinden und Kommunen im Kreisgebiet unterzubringen. „DIE LINKE favorisiert die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge. Sie hat für uns Priorität. Wir sehen darin die beste Möglichkeit für die Menschen, wenn sie auch gleichzeitig die notwendige Betreuung erhalten, sich in unserer Gesellschaft integrieren zu können“, so Peter Ritter weiter.
Aus Sicht der Linksfraktion sind deshalb Überlegungen zentrale Unterbringungsvarianten, wie zum Beispiel „Basepohl am See“ ins Auge zu fassen, prinzipiell abzulehnen. Peter Ritter erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Kreistagsbeschluss auf Initiative der Linksfraktion vom Juni 2012. Die Kreistagsmitglieder hatten Landrat Kärger damals aufgefordert, die gesetzlichen Ermessensspielräume bezüglich einer dezentralen Unterbringung voll auszuschöpfen. In den Städten und größeren Gemeinden des Landkreises sollte deshalb verstärkt nach leerstehendem Wohnraum gesucht werden.
Neben einer vernünftigen Unterbringung sind hier auch die Wege zur KITA oder zur Schule, zum Arzt, Einkauf und Rechtsbeistand nicht unüberwindbar. Denn es geht nicht allein um die Unterbringung schon gar nicht um Kasernierung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber, sondern auch um die Schaffung vernünftiger Lebensbedingungen im Asylverfahren und danach. Auf ihrer übernächsten Sitzung im März wird sich die Linksfraktion des Kreistages MSE thematisch mit der Unterbringungs- und Lebenssituation von Asylsuchenden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte befassen, kündigte Peter Ritter abschließend an.
