Reden allein hilft nicht – zur Situation des Flughafens Neubrandenburg-Trollenhagen

Pressemitteilung von Peter Ritter des Mitglied der Linksfraktion im Landtag M-V und im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte:
Es ist gut, dass sich auch der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg Gedanken um die Zukunft des Standortes Neubrandenburg-Trollenhagen macht. Nur reicht verbale Unterstützung allein nicht aus. Interessant wäre doch zu wissen, ob und wie der Bund hilfreich einsteigt. Schließlich ist die Bundeswehrstrukturreform von Rehbergs Parteifreund de Maizere Auslöser der Probleme. Und wie bei jeder anderen Standortschliessung sagt die Bundeswehr „tschüß“ und lässt die betroffenen Kommunen mit den Folgeproblemen allein.

Es ist gut, dass sich auch der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg Gedanken um die Zukunft des Standortes Neubrandenburg-Trollenhagen macht. Nur reicht verbale Unterstützung allein nicht aus. Interessant wäre doch zu wissen, ob und wie der Bund hilfreich einsteigt. Schließlich ist die Bundeswehrstrukturreform von Rehbergs Parteifreund de Maizere Auslöser der Probleme. Und wie bei jeder anderen Standortschliessung sagt die Bundeswehr “ tschüß“ und lässt die betroffenen Kommunen mit den Folgeproblemen allein.
Alle Konversionsmaßnahmen, auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte- wie zum Beispiel in Stavenhagen-Basepohl mit dem dortigen ehemaligen Hubschrauberlandeplatz, wurden durch die Kommunen und das Land mit Millionenaufwand allein geschultert. Das ist so auf Dauer nicht leistbar! Der Bund muss also mit ins Boot, warme Worte oder ein Vergleich mit der Straßeninfrastruktur helfen da nicht weiter. Zu hinterfragen ist auch, ob Neubrandenburg-Trollenhagen als ziviler Flughafen Platz im Luftverkehrskonzept des Landes findet. Die Euphorie dürfte sich hier allerdings in Grenzen halten.
Auch Verstand und Herzen der Neubrandenburger für den Flugplatz werden nicht reichen. Der Flughafen Rostock-Laage benötigte, trotz Anwesenheit der Bundeswehr, zuletzt jährlich einen Zuschussbedarf von 2,3 Mio Euro.Getragen wurde dieser vornehmlich von den Gesellschaftern, also der Stadt Rostock, dem Landkreis Rostock und der Stadt Laage.
Angesichts der Haushaltssituation des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und der Stadt Neubrandenburg gibt es hier also mehr Fragen als Antworten. Angesichts dieser Situation ist es also dringend geboten, dass unter der Federführung der im Kreis gebildeten und vom Land finanziell unterstützten Konversionsarbeitsgruppe nun endlich tragfähige und nachhaltige Konzepte für den Standort Trollenhagen erarbeitet werden.