Wie in Neubrandenburg, so in Demmin!
Am 1. Mai vor 82 Jahren stürmten SA-Einheiten die Gewerkschaftshäuser und missbrauchten den traditionellen Tag der Arbeiterbewegung für menschenverachtende Ideologien. Am 1. Mai diesen Jahres wollten die Erben der SA-Schläger in Neubrandenburg demonstrieren und ihr verfassungsfeindliches und demokratiegefährdendes Gedankengut verbreiten. Sie sind kläglich gescheitert. Am 8. Mai vor 70 Jahren wurde der 2. Weltkrieg, der Millionen Menschen das Leben gekostet hat und in Demmin zu einem der größten Massenselbsttötungen führte, beendet. Das deutsche Volk wurde von den alliierten Streitkräften vom Faschismus befreit. Die Erben der Kriegstreiber und Nationalsozialisten wollen am 8. Mai diesen Jahres wieder ihr verfassungsfeindliches und demokratiegefährdendes Gedankengut verbreiten. Werden sie, wie in Neubrandenburg scheitern? Wünschenswert und notwendig wäre es! In Neubrandenburg gelang dies, weil sich Bürgerinnen und Bürger einer Stadt und Demonstrantinnen und Demonstranten aus nah und fern, alt und jung, Familien, Vereine und Verbände, gemeinsam den Nazis entgegen stellten! Beim Demokratiefest und bei den Gegendemonstrationen! Auch Oberbürgermeister Witt und Stadtpräsidentin Parlow waren vor Ort und zeigten gemeinsam Flagge: bunt statt Braun! Gemeinsam machten alle deutlich: Nazis sind in dieser Stadt nicht willkommen! Auch Blockaden der Demo und ein auf Deeskalation setzendes Konzept der Polizei gehörten zum Neubrandenburger Erfolg. „Ähnliches wünschen wir uns für den 8. Mai in Demmin. Zeigen wir gemeinsam, Bürgerinnen und Bürger der Stadt, Bürgermeister und Stadtpräsidentin, Vereine und Verbände, Jung und Alt, Demonstrantinnen und Demonstranten aus nah und fern: wir wollen Nazis und ihre Aufmärsche in Demmin nicht. Gerade ein solcher geschichtsträchtiger und schicksalsschwerer Tag darf in Demmin nicht unwidersprochen bleiben und nicht mit gegenseitigen Vorwürfen beendet werden. Aus den Fehlern der Vorjahre muss endlich gelernt werden. So wie in Neubrandenburg muss es auch in Demmin möglich sein, den Nazis ihre Grenzen aufzuzeigen!“, so die Vorsitzende der Linksfraktion in der Demminer Stadtvertretung, Kerstin Lenz und der Vorsitzende des Regionalverbandes DIE LINKE. Demmin, Peter Ritter.
