Das Leben ist bunt – Regenbogenfahne hissen

Mit einem Rundschreiben vom 21.05.2014 hat das Innenministerium eine „Lex Re-genbogenfahne“ veröffentlicht. Laut dem Schreiben des Innenministeriums darf die Regenbogenfahne in diesem Jahr zum CSD nicht vor dem Schweriner Rathaus wehen.
„Seit Jahren präsentiert sich Schwerin zu den schwul-lesbischen Kulturwochen aus. Anlass des jährlichen Christopher Street Day (CSD) als weltoffene und tolerante Stadt und macht dies auch dadurch deutlich, dass vor dem Rathaus die Regenbo-genfahne weht. Zu Recht empören sich die schwul-lesbischen Vereine über das Schreiben aus dem Arsenal, das dies nun verhindern soll“, so Peter Brill, Mitglied der Linksfraktion in der Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin, der selbst Mitglied des CSD Schwerin e. V. ist.
Brill weiter: „Für die Linksfraktion ist ganz klar, dass wir hierin einen Akt der Diskrimi-nierung von sexueller Vielfalt sehen. Das Leben ist bunter als das Arsenal in seiner Einfarbigkeit und ein Blick in die bundesdeutsche Wirklichkeit zeigt, dass die Regen-bogenfahne andernorts, beispielsweise in Hamburg oder Berlin, auch vor Regie-rungsgebäuden und Rathäusern weht. Was in anderen Städten möglich ist, sollte auch in Schwerin möglich sein. Wir unterstützen die Vereine in ihrem Protest gegen diese schlechte Provinzposse des Innenministeriums und fordern die Oberbürgermeisterin auf, am Freitag, das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus zu ermöglichen.“