
Schulsozialarbeit sichern – Demo am 8. Dezember in Schwerin
Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Benrhardt besuchte Norbert Meier vom ASB in Hagenow. Er stellte die Angebote des ASB vor, die von dem Betreiben von Kindertagesstätten, über weitere Offerten der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung reichen.
Ein Schwerpunkt des Gespräches waren die Vorstellungen von SPD und CDU zur Sicherung der Schulsozialarbeit, die auf der Landtagssitzung nächste Woche diskutiert werden. Danach sollen Schulsozialarbeiter_innen künftig auch im Hort eingesetzt werden können. „Dies ist eine völlig falsche Richtung, die wir nicht unterstützen können.“, kamen beide im Gespräch zu einem eindeutigen Fazit.
Wichtig und richtig sei es, die Schulsozialarbeit langfristig zu sichern. Schulsozialarbeiter_innen leisten an Schulen einen wichtigen Beitrag, sie sind Vertrauensperson der Schüler, Ansprechpartner von Lehrern und Eltern bei der Bewältigung von Problemen der Jugendlichen. Sie bieten hierzu ein niederschwelliges Unterstützungsangebot. Hierzu müssen sie aber auch entsprechend finanziert werden.
Aber Schulsozialarbeiter_innen sind keine Horterzieher_innen. Sie sind keine Maschinen, die Punkt zwölf ihren Stift fallen lassen, um dann im Hort zu arbeiten. Wer fordert, Schulsozialarbeiter_innen an Horten einzusetzen, weiß weder was diese, noch Horterzieher_innen leisten. „Aus diesem Grund wird die Linksfraktion in der Landtagssitzung nächste Woche genau hierauf aufmerksam machen und vielmehr ein Konzept zur langfristigen Finanzierung von Schulsozialarbeit fordern. Europäische Mittel, Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, Kreis- und Gemeindemittel – aus diesen Quellen wird Schulsozialarbeit finanziert. Das ist kein nachhaltiges Konzept, insofern unterstützen wir auch die Demonstration der GEW und der Schulsozialarbeiter_innen am 8. Dezember um 11 Uhr vor dem Landtag in Schwerin, die unter dem Motto ‚Schulsozialarbeit sichern’ steht.“
