Forderung nach fairer Bezahlung ist kein „Theater“

Die Angestellten der Hotelerie und Gatronomie erhalten laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ein zu geringes Einkommen. Die NGG sieht die Branche insgesamt in Gefahr, sollte sich die Zahlungsmoral der Arbeitgeber nicht verbessern. Hannelore Dolinga vom Deutschen Hotel – und Gaststättenverband (DEHOGA) bezeichnete die Vorwürfe der NGG hingegen als „Theater“. Steffen Bockhahn, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, meint dazu:

„Es ist skandalös, in welcher Art und Weise die Vertreterin des DEHOGA, Hannelore Dolinga, sich hier im Ton vergreift. Angestellte, die völlig zu Recht auf ihre schlechte Bezahlung aufmerksam machen sind keine „Schimpfer“ und „Leute die Theater machen“, sondern Arbeitnehmer, die ihre Rechte wahrnehmen. Das mag für den DEHOGA ungewohnt sein, es ist aber zulässig und wünschenswert. Der Vergleich mit Einkommen in München ignoriert, dass auch Rostock ein überdurchschnittlich hohes Mietniveau hat und viele der im Hotel- und Gaststättengewerbe Beschäftigten weit mehr als die Hälfte ihre Einkommens nur für Miete ausgeben müssen. Wenn dann noch 300 Euro für einen ganzen Monat und alle weiteren Ausgaben bleiben, ist man arm trotz Arbeit. Das ist nicht hinnehmbar. Vermutlich würde auch Frau Dolinga nicht gern zu solchen Konditionen arbeiten.“