Linksfraktion im Kreistag MSE will die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG) nachhaltig gesichert sehen

Die Linksfraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte will die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz langfristig gesichert sehen. Dem dient ein Antrag für die nächste Kreistagssitzung, teilte der Kreistagsabgeordnete Torsten Koplin mit.
„Mit unserem Beschlussantrag für die kommende Kreistagssitzung fordern wir ein Konzept zur nachhaltigen Sicherung der TOG ein. Die vorgesehene Bestellung des Schweriner Intendanten als Geschäftsführer in Neustrelitz und Neubrandenburg betrachten wir als eine Übergangslösung. Die kommenden Monate müssen genutzt werden, um eine solide Geschäftsführung zu gewährleisten und gleichzeitig ein auf lange Sicht angelegtes Konzept (künstlerisch wie strukturell) der Entwicklung der TOG zu erarbeiten. Beschäftigte, Theaterfreunde und Gesellschafter benötigen eine Perspektive. Die Zeit andauernder Existenzgefahr muss endlich der Vergangenheit angehören!
In einer Allianz der Standorte Neustrelitz, Neubrandenburg und Schwerin besteht die Chance, das Mecklenburgische Staatstheater und die TOG zu stabilisieren. Landrat Kärger soll in diesem Zusammenhang darauf pochen, dass das Schwerin bereits zugesicherte zusätzliche Engagement des Landes auch auf Neubrandenburg und Neustrelitz ausgeweitet wird.“, erklärte Koplin.
„Die der Linksfraktion zugegangenen Antworten auf entsprechende Anfragen zur Zukunft der TOG sind bedauerlicherweise minimalistisch abgefasst.“ Sie lassen eine Strategie der Gesellschafter bislang nicht erkennen. Ein Grund mehr auf eine solche zu drängen. „Mit Verwunderung nimmt die Linksfraktion zur Kenntnis, dass die Kreisverwaltung, wie aus den Antworten hervorgeht, immer noch von einer unveränderten Umsetzung der METRUM Modelle 4 und 7 ausgeht. Diese besagen, dass es entweder zu einer Fusion der Philharmonie mit dem Orchester des Theaters Vorpommern oder zu einer Zusammenlegung des Schauspiels der TOG und des Standortes Greifswald, Stralsund und Puttbus kommen soll. Spätestens seit die Rostocker entschieden haben, einen eigenen Weg zu gehen, sind die METRUM-Varianten weitestgehend absolet, denn diese bauten auf einer Fusion von Rostock und Schwerin auf. Die Kooperation zwischen dem Mecklenburgischen Staatstheater und der TOG schafft demhingegen neue Möglichkeiten. Sie in den Blick zu nehmen ist vordringliche Aufgabe von Herrn Kärger und den weiteren Gesellschaftern.“, so Koplin.