
Große Resonanz beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses
Der Bergener Künstler Walter G. Goes forderte auf der Sassnitzer Mole am Ostermontag Wort und Tat für den Frieden bevor die Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner die weißen Tauben als weltweites Symbol des Friedenswunsches der Menschen in den Himmel über der Hafenstadt aufsteigen ließ:
„Krieg war und ist erbärmlich!
Lasst uns gegen den Krieg das Wort erheben,
hier in Sassnitz, so nah am völkerverbindenden Meer…
und überall dort, wo Worte des Friedens die Lobby der Friedfertigen brauchen,
damit Heute und Morgen Friede und Liebe in unser Denken & unser Herz einkehrt.
Seid mutig! Erhebt Euer Wort!“
Gekommen sind in diesem Jahr mehr als 100 Teilnehmern aller Generationen. Unter ihnen genauso Gäste der Insel wie Einheimische, Junge und Alte, Gesichter die seit Jahren dabei sind, aber auch neue Friedensfreunde. Damit ist das Konzept aufgegangen, für mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema aktiv zu werben und Parteien direkt anzusprechen. Und dies, so Moderator Wolfgang Urban, obwohl es dem Friedensbündnis nicht darum geht, Parteipolitik zu betreiben, sondern der Besorgnis vieler Menschen um weltweite Konflikte, wachsendes Engagement der Bundeswehr im Ausland und steigende Rüstungsausgaben eine Stimme zu verleihen.
Dies tat nach der Begrüßung durch den Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz u.a. Jochen Kwast, Bündnis 90/Die Grünen, der forderte, dass die Bundesrepublik statt Waffen Bildung und Wohlstand in andere Länder transportieren sollte. Er verwies auch auf die Situation von Flüchtlingen, die in wachsender Zahl in unserem Kreis der Unterstützung sowie der Akzeptanz bedürfen. Gleich in mehreren Redebeiträgen wurde kritisch vermerkt, dass sich Politiker in Parteizentralen und im Bundestag zu weit vom Volk entfernt haben und wie etwa mit Beschlüssen zur Aufrüstung mit bewaffneten Drohnen nicht den Wünschen der Bevölkerung Rechnung tragen.
Angeschlossen haben sich dem Osterspaziergang in diesem Jahr die Gegner des Baus neuer Windkraftanlagen in unmittelbarer Küstennähe, die ihr Anliegen optisch durch das Verteilen von bunten Windmühlen ins Bild setzten. Stellvertretend warb Frieder Jelen, Pfarrer im Ruhestand für eine friedliche und gesunde Ostsee. Das Rügener Friedensbündnis wird auch 2016 alle Rüganer und ihre Gäste aufrufen, im Zeichen der Ostermarschbewegung für Dialog statt Gewalt und die weltweite friedliche Lösung von Konflikten einzutreten.


