Bundespräsidentenkandidat Christoph Butterwegge – eine hervorragende Alternative

Dietmar Bartsch: Demokratie lebt von der Alternative. Wir sind der Überzeugung, dass Christoph Butterwegge eine hervorragende Alternative in der Bundesversammlung ist. Er ist renommierter Armutsforscher, hat sich mit Rechtsextremismus befasst, mit vielen anderen Themen. Er steht für sozialen Zusammenhalt. Deshalb: Unsere Freude ist groß. Wir sind stolz einen solchen Kandidaten zu haben.

Katja Kipping: Ich bin froh, dass wir Ihnen zu viert einen Kandidaten präsentieren können, der in den Gremien und in der Fraktion einstimmig nominiert wurde.

Sahra Wagenknecht: Dieses Land driftet seit vielen Jahren immer weiter auseinander. Wir haben eine wachsende Ungleichheit. Immer mehr Menschen können von ihrer Arbeit nicht leben oder haben vielleicht auch gar keine. Armut wächst, Reichtum wächst auf der anderen Seite auch. Und natürlich ist es wichtig, dass das ein Bundespräsident auch zu einem zentralen Thema macht. Frank-Walter Steinmeier ist nicht nur der Agenda 2010-Architekt, sondern er steht auch für das Weiter-so der Großen Koalition. Und damit für das Weiter-so einer unsozialen Politik. Und deswegen freue ich mich auch ausdrücklich, dass Christoph Butterwegge als profilierter Armutsforscher, als profilierte Kritiker der Agenda 2010 bereit war, hier eine wirkliche Alternative zu verkörpern. Demokratie braucht Alternative. Und eine Bundesversammlung, die im Grunde gar keine Auswahl hat, wo sich alles großkoalitionär vorher geeinigt hat, auch FDP und Grüne offenbar dafür sind, eine solche Bundesversammlung würde Demokratie und auch Wahlen zu Farce machen. Und wir habe da jetzt ein bisschen frischen Luft reingebracht.

Bernd Riexinger: Wir glauben, dass die sozialen Fragen zentral sind, dass auch die soziale Spaltung im Land ein Nährboden für die Rechten und Rechtspopulisten ist. Da eine klare Alternative zu präsentieren, ist ein Vorteil, ein Fortschritt für die Demokratie.

Christoph Butterwegge: Ich bedanke mich für das Vertrauen. Vor allem freue ich mich über die Einmütigkeit, mit der mich DIE LINKE nominiert hat. Ich will versuchen, diesem Vertrauen gerecht zu werden. Ich werde mich natürlich besonders bemühen, auf die Probleme hinzu weisen, mit denen ich mich in der vergangenen Jahren so intensiv beschäftigt habe – die Spaltung in Arm in Reich. Wer über die Armut spricht, muss auch über den Reichtum sprechen. Ich will deutlich machen, dass aus dieser sozialen Spaltung des Landes eine politische Zerrissenheit resultiert.