Kerstin Liebich für Rostock
Am gestrigen Abend wählte der Kreisparteitag der LINKEN in Rostock ohne Gegenstimme die Kandidatin für die kommende Oberbürgermeisterwahl. Kerstin Liebich wird am 5. Februar 2012 für die LINKE antreten.
Rostock attraktiv – Gute Arbeit und Bedingungen für Wissenschaft und Kultur
Kerstin Liebich:
„Ich bin eine Rückkehrerin. Und ich möchte, dass mehr Menschen nach Rostock zurückkehren. Dafür brauchen wir gute Arbeit. Wir sollten all denen den roten Teppich ausrollen, die nachhaltige Arbeitsplätze in die Stadt bringen, die nicht auf prekäre Beschäftigung setzen. Im Sinne der alten Hanse stellen wir an unsere Unternehmen den Anspruch, dass sie wie ehrbare Kaufleute agieren. Das beinhaltet soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Ich möchte einen Industriedialog anstoßen, Fragen der Fachkräftesicherung beantworten und gute Bedingungen in den Unternehmen diskutieren.“
Nicht ohne unser Theater!
Kerstin Liebich:
„In Rostock will ich unser Theater unterstützen. Ich will nicht darüber reden, ob wir das Volkstheater erhalten, sondern wie es zukünftig aussehen soll. Ich will über Qualität reden, damit die Besucherzahlen stimmen und die Rostockerinnen und Rostocker gern in ihr Theater gehen. Aber auch die vielen Gäste in unserer Stadt sollen sich zu Hause an den schönen kulturvollen Abend im Rostocker Volkstheater erinnern können und wiederkommen.“
Haushalten mit Augenmaß
Kerstin Liebich:
„Seit vielen Jahren muss auch Rostock mehr und mehr Aufgaben finanzieren, die durch Bundes- und Landesgesetze bestimmt werden. Doch wer Leistungen bestellt, sollte sie auch bezahlen. Aufgaben können nicht einfach übertragen werden, ohne dass dafür ein finanzieller Gegenwert zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Zuschüsse des Landes in die Stadtkasse. Dennoch lautet das Diktat der Landesregierung Sparen, da Rostock Schulden abbauen muss. Aber ist es nicht verantwortungsbewusst, zu Gunsten einer festgeschriebenen Rate auf Investitionen zu verzichten. Konstruktiv möchte ich mich mit den Entscheidungsträgern auf Landesebene auseinandersetzen, damit wir in Rostock eine solide und verantwortungsbewusste Haushaltspolitik machen können.“
Kommunales Eigentum
Kerstin Liebich:
„Kommunales Eigentum sichert die Daseinsvorsorge, deshalb würde ein Verkauf langfristig die Einnahmesituation der Stadt verschlechtern. Zudem würde die Stadt Steuerungsmöglichkeiten verlieren. Verantwortungslos ist, wer die kommunale Daseinsvorsorge im Krankenhaus, bei Wasser, Strom, Wohnungen und Müllentsorgung aufgibt und alles dem freien Markt mit Lohndumping, Serviceabbau und Preissteigerungen überlässt.“
Tourismus neu verantworten
Kerstin Liebich:
„Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein. Wenn wir uns im Wettbewerb behaupten wollen, brauchen wir bessere Bedingungen für Arbeitnehmerinnen und wir müssen uns auf die Bedürfnisse der Gäste einstellen. Es ist nicht klug, mehr und mehr Hotels zu bauen. Ich möchte fragen, wie ökologisch das Hotelgewerbe in Rostock ist. Immer mehr Menschen wollen bewusst ihren Urlaub verbringen. Zahlreiche Unternehmen setzen bereits erfolgreich auf Nachhaltigkeitsketten. Was muss getan werden, damit diese Form von Urlaub nicht nur wenigen vorbehalten bleibt, sondern viele sich das leisten können? Ich möchte wissen,
wo unsere Hotels ihre Wäsche waschen, woher die Lebensmittel in der Küche kommen oder die Kosmetik in den Hotelzimmern. Wie bereite ich das Warmwasser auf und wie entsorge ich meine Abfälle? Nachhaltig Urlaub machen, das ist im Trend, das hat Zukunft.“
Transparenz und Teilhabe
Kerstin Liebich:
„In der Stadtpolitik mangelt es an einem konstruktiven Austausch. Das Dreieck aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft muss wieder in eine Balance gebracht werden. Man arbeitet nur nebeneinander und im schlimmsten Fall sogar gegeneinander. Das muss sich ändern! Mit dem Kopf durch die Wand, das wird es mit mir nicht geben. Ich stehe für einen konstruktiven Austausch, für ein offenes Miteinander. Feste Strukturen der Bürgerbeteiligung gehören für mich dazu.“
