Mindestlohn für Rostock ganzheitlich anpacken!

Heute berichtete die Ostsee-Zeitung in Rostock, der amtierende Oberbürgermeister Roland Methling wolle eine halbe Million Euro investieren, um in Teilbereichen einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde umzusetzen. Kerstin Liebich, Oberbürgermeisterkandidatin für DIE LINKE, sieht dringenden Bedarf diesen politischen Willen zu erweitern:

„Für mich ist der Mindestlohn eine linke Grundeinstellung. Gute Arbeit für gute Löhne, das ist auch in der Kommune die Basis für soziale Wirtschaftspolitik. Ich begrüße die Initiative, allerdings bleibt er mit seinen Äußerungen weiterhin halbherzig. Ein Bekenntnis zu guter Arbeit bedeutet mehr. Der Mindestlohn muss in das städtische Vergabegesetz und für alle Branchen gelten.

Wirtschaftsförderung sollte zukünftig nur noch an Unternehmen gehen, die den Rostockerinnen und Rostockern auch wirklich gute Arbeit bieten. Ich sage nein zu prekärer und geringfügiger Beschäftigung und mache mich stark für vernünftige Arbeitsbedingungen und tarifliche Entlohnung. Da gibt es in Rostock noch viel zu tun.“

Einen Deckungsvorschlag für die steigenden Ausgaben bei der Auftragsvergabe sieht der Oberbürgermeister bei der Reduzierung der Sozialausgaben.

„Roland Methling sollte sich fragen, wie die Kommune Rostock ihren Einfluss in der Trägerversammlung des Jobcenters ausgeübt hat. Wie hat er verhindert, dass Arbeitslose prekäre Jobs annehmen müssen und dennoch auf staatliche Leistungen angewiesen sind? Ein Viertel aller SGB-II-Empfangenden geht jeden Tag zur Arbeit, dennoch können sie sich und ihre Familie nicht alleine ernähren. Notwendig sind die so genannten Beschlüsse gegen Vermittlung in sittenwidrige Löhne. Dafür will ich mich in Rostock engagieren.“, so Liebich.