Attraktiver Bahnverkehr geht anders

Zu den angekündigten Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn erklärt der Landesvorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Steffen Bockhahn:

„In den letzten zehn Jahren hat die Bahn jeden zweiten Fernzug von und nach Mecklenburg-Vorpommern gestrichen. Die verbliebenen Regionalzüge sind in den Hauptverkehrszeiten oft völlig überfüllt, weil auch sie zu selten fahren. Die preiswerten Sonderangebote für IC und ICE entfallen daher für Reisende von und nach M-V weitgehend. Über die regelmäßigen Verspätungen beschwert man sich aus Gewohnheit kaum noch. Das macht das ökologisch wertvolle Verkehrsmittel Bahn wenig attraktiv. Jetzt mit derart massiven Preiserhöhungen wieder die Berufspendler und umweltbewusst Reisenden zur Kasse zu bitten, ist unverantwortlich.

Die Bahn will im kommenden Jahr zwei Milliarden Euro Gewinn erwirtschaften. Nun ist klar, dass es wieder die Fahrgäste sind, die dafür zahlen müssen. Statt vor allem große Gewinne zu erzielen, sollte die Bahn ein attraktives Angebot für die Fahrgäste, auch in Mecklenburg-Vorpommern, anbieten. Das bedeutet natürlich auch, dass die Bundesregierung von der Bahn keine Gewinnabführung von einer halben Milliarde Euro pro Jahr mehr verlangen darf, wie es seit diesem Jahr der Fall ist.“