DIE LINKE will Wasserversorgung wieder in öffentlicher Hand
In der vergangenen Woche wurde der private Wasserversorger Eurawasser für 95 Millionen Euro verkauft. Das Unternehmen versorgt die Regionen Rostock, Schwerin, Güstrow und Bützow. DIE LINKE in Mecklenburg-Vorpommern will diese Entwicklung nutzen, um die Rekommunalisierung der Wasserversorgung voran zu treiben. „Der Kaufpreis ist fast 15 mal höher als der letzte Jahresgewinn. Daher befürchten wir Nachteile für Kunden und Beschäftigte.“ sagt der Landesvorsitzende Steffen Bockhahn. „Der beste Schutz gegen negative Entwicklungen ist, wenn die Wasserversorgung wieder in öffentliche Hand und unter die Kontrolle der Parlamente kommt.“ stellt Bockhahn die Position der LINKEN dar.
In einem am Wochenende gefassten Beschluss des Landesvorstandes heißt es dazu: „Öffentliche Unternehmen können und sollen eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung organisieren und dabei auch zu einer Stütze für die kommunalen Haushalte werden.
Die Landesregierung sollte aus Sicht der LINKEN Bestrebungen von Kommunen unterstützen, die das Ziel haben, Unternehmen der Daseinsvorsorge wieder in öffentliches Eigentum zu überführen. Die Möglichkeit einer Landesbeteiligung sollte ins Auge gefasst werden.
In den vergangenen Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern bereits mehrere Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge rekommunalisiert. Zuletzt auf Initiative der LINKEN die Rostocker Stadtentsorgung.“
