Faire Löhne statt Geldgeschenke für Unternehmen!
Jede(r) fünfte deutsche Arbeitnehmer(in) arbeitet für einen Niedriglohn. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ). Und das auf einem Lohnniveau, das in anderen europäischen Ländern schlicht ungesetzlich wäre. In den Niederlanden, Belgien, Irland, Frankreich und Luxemburg liegen die Lohnuntergrenzen zwischen 8,41 Euro und 9,73 Euro. Im Vergleich dazu verdient eine Friseurin in Mecklenburg- Vorpommern stellenweise unter 3 Euro in der Stunde. Seit der Einführung von Hartz IV sind über 50 Milliarden Euro Zuschüsse in den Niedriglohnsektor geflossen.
Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN in M-V, kritisiert die Zuschüsse an Unternehmen:“Die Geldgeschenke an Unternehmen sind ökonomischer Wahnsinn und eine Verschwendung von Steuergeldern. Mit den Zuschusszahlungen hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass die Ungerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt weiter gewachsen und die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinandergegangen ist. CDU/CSU/FDP fördern seit Jahren ein System, welches Lohndumping von Unternehmerseite stützt. Diese Klientelpolitik muss aufhören und Platz machen für einen flächendeckenden Tariflohn.“
M-V steht am unteren Ende der Einkommensleiter. Im Bundesdurchschnitt liegt das Jahreseinkommen bei knapp 19.000 Euro, in M-V bei nicht einmal 15.000. Im Vergleich dazu verdient ein(e) durchschnittliche(r) Arbeitnehmer(in) in Bayern über 30.000 Euro. Vor allem in M-V wurden Unsummen in die Subventionierung von Löhnen gepumpt.
