Großer Zapfenstreich ist antiquiertes Ritual und verherrlicht den Krieg
Die Bundeswehr veranstaltet heute einen Großen Zapfenstreich in der Hansestadt Rostock. In den letzten Tagen ist darum eine heftige Diskussion entbrannt. DIE LINKE bleibt bei ihrer Kritik an diesem militaristischen Zeremoniell. Der Landesvorsitzende Steffen Bockhahn erklärt:
„Wir nehmen dieses antiquierte Ritual zum Anlass, wiederholt und entschieden zu fordern: Bundeswehr raus auf Afghanistan. Die Bundeswehr ist dort im Krieg. Das wollen wir nicht. Wir wollen es nicht wegen der toten Zivilisten und wegen der toten Soldaten. Ministerpräsident Sellering sagt, er sei auch gegen den Krieg in Afghanistan. Dann sollte er aber auch endlich seinen Einfluss in der Bundespartei geltend machen. Denn die SPD stimmt im Bundestag regelmäßig nahezu geschlossen für diesen Kriegseinsatz deutscher Staatsbürger in Uniform.
Dem Landesvorsitzenden der CDU, Herrn Caffier kann ich nur empfehlen, sich seine billige Polemik zu sparen. Sich wie die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen einen Krieg zu wenden heißt nicht, dass man kein Demokrat ist. Die Frage steht eher anders herum. Wer im Übrigen als Minister und Abgeordneter eine Wehrübung einer Landtagssitzung vorzieht, ist in seiner Beurteilung wohl auch nicht objektiv.“
