Landesregierung lässt Theater hängen

Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern sind massiv unterfinanziert. In Schwerin und Rostock besteht immer wieder die Gefahr der Insolvenz. Die Landesregierung ist jedoch nicht bereit, sich für die Kultur und die Arbeitsplätze zu engagieren. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Steffen Bockhahn:

„Das Land kann sich gerade über 60 Millionen Euro Steuermehreinnahmen für dieses Jahr freuen. Die Theater und Orchester in Mecklenburg-Vorpommern haben seit 17 Jahren immer nur den gleichen Betrag bekommen. Das ist einmalig in Deutschland und stellt das Land in ein ganz schlechtes Licht. Jeder weiß, wie sich die Kosten in dieser Zeit entwickelt haben.

Mit einer Soforthilfe für alle Theater in Höhe von etwa drei bis fünf Millionen Euro könnte Zeit gewonnen werden. Dann besteht auch die Möglichkeit in Ruhe zu entscheiden, statt jetzt möglicherweise durch Insolvenzverfahren Fakten zu schaffen. Hier geht es schließlich auch um hunderte Beschäftigte in den Theatern und Orchestern.

Sich auf einen schlechten Koalitionsvertrag zu berufen und damit den Theatern die Unterstützung zu versagen ist schlicht kulturlos und schadet dem Land. Denn Kultur ist auch ein Grund in einem Tourismusland Urlaub zu machen.“