Zur Deutschen Einheit – manche sind gleicher als andere

Die Bilanz nach 20 Jahren Deutscher Einheit fällt nicht in jeder Hinsicht positiv aus. Vieles hat sich angeglichen, doch die Unterschiede bestehen nach wie vor. Viel Geld floss für den Aufbau in den Osten, doch strukturschwache Regionen bleiben weiterhin unberührt von wirtschaftlicher Dynamik. So gibt es im Osten anteilig etwa doppelt so viele Hartz-IV-EmpfängerInnen wie im Westen, fast ein Viertel der BürgerInnen Mecklenburg-Vorpommerns ist von Armut bedroht. Die im Durchschnitt gezahlten Brutto-Löhne lagen 2009 in M-V bei nur 79,2 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, zieht Bilanz:

„Mehr Arbeitslose im Osten, höhere Gehälter im Westen, unterschiedliche Lebensstandards auf beiden Seiten. Die wirtschaftliche Kluft besteht nach wie vor, denn auf dem Arbeitsmarkt und beim Einkommen ist die Einheit noch längst nicht angekommen. Berufstätige und Auszubildende verdienen im Osten viel weniger, auch die Bilanz der Rentenangleichung ist ernüchternd. Die Ostrente stagniert, viele Ostdeutsche sehen ihre Arbeitsleistung nicht anerkannt. Ob jung oder alt, die Ungleichheiten sind offensichtlich, auch weil sie in den Köpfen der Menschen aufrecht erhalten werden. Das muss sich ändern! DIE LINKE kämpft für gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West, für eine solidarische Gemeinschaft, für soziale Gerechtigkeit. Infolge der Wende haben wir viele Freiheiten dazu gewonnen, nun brauchen wir auch die sozialen Bedingungen, um diese Freiheiten genießen zu können.“

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