45 Jahre sind genug. 48 Prozent sind zu wenig.
Zur aktuellen Debatte über die Zukunft der Rente erklärt die Spitzenkandidatin der Linken Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg:
„Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, hat sich seine Rente verdient. Deshalb sagen wir klar: Hände weg von der abschlagsfreien Rente nach einem langen Arbeitsleben.
SPD und Grüne wollen das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent sichern. Uns reicht das nicht. Die Linke will 53 Prozent, das muss umgesetzt werden und nicht die knauserigen 48 Prozent. Auch beim Rentenalter gibt es einen klaren Unterschied. Die Grünen halten an der Rente mit 67 fest. Die Bundesregierung von CDU und SPD will die Altersgrenze perspektivisch sogar darüber hinaus erhöhen. Das bedeutet für viele Menschen nichts anderes als länger arbeiten oder Abschläge hinnehmen.
Das betrifft nicht nur Menschen, die heute kurz vor der Rente stehen. Es betrifft auch diejenigen, die noch 20 oder 30 Arbeitsjahre vor sich haben. Diese Menschen wollen wissen: Was sind jahrzehntelange Arbeit und Beitragszahlungen morgen noch wert?
Die Linke gibt darauf eine klare Antwort: Wir werden die Generationen nicht gegeneinander ausspielen. Eine sichere Rente für die Jüngeren bekommt man nicht, indem man den Älteren Leistungen kürzt – und eine gute Rente für die Älteren darf nicht durch immer höhere Belastungen der Jüngeren erkauft werden. Wir müssen die Finanzierung auf mehr und stärkere Schultern stellen. Wir wollen eine solidarische Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen – auch Beamtinnen und Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. Besserverdienende müssen stärker einbezogen werden. Und wir setzen auf eine starke gesetzliche Rente statt darauf, ihre Zukunft von den Erträgen an den Kapitalmärkten abhängig zu machen. Für Menschen mit sehr niedrigen Renten fordert Die Linke eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro.
Wer heute arbeitet, muss sich darauf verlassen können, dass sein jahrzehntelanges Einzahlen morgen etwas wert ist. Gute Rente ist kein Geschenk. Sie ist erarbeitet. Und dieses Versprechen gilt für jede Generation.“
